Öko-Pension in Irland - Gälische Kultur und wilde Küsten

Sattgrüne Wiesen, leuchtendes Heidekraut, zerklüftete Klippen, glasklare Seen und einsame Sandstrände - die Südwestküste Irlands bietet dem Urlauber viel Abwechslung. Unser naturnah geführtes Bed and Breakfast in der Nähe von Killarney liegt abseits inmitten der Hügel des Gaeltacht-Gebiets. Zwei Ponys, Hühner, Enten, eine Katze und Hunde leben auf dem weitläufigen Gelände und freuen sich auf Familien mit Kindern.

  • B&B mitten in der gesunden Natur im Südwesten Irlands
  • Nachhaltiger Urlaub in kleiner Öko-Pension
  • Beim Schafschuren zusehen, einen typischen Craig (Pub mit Musik und Tanz) erleben
  • Städte Cork (60 km) und Killarney (35km)
  • Bed & Breakfast: Öko-Pension im Südwesten Irlands

    Genießen Sie nachhaltigen Urlaub in einer Pension in Irland: Das liebevoll und sehr persönlich gestaltete Bed and Breakfast - kurz B&B - ist in den Räumen eines ehemaligen Honigherstellers untergebracht. Einen Teil des Hauses bewohnen Ihre Gastgeber. Der Rest des Gebäudes steht den Gästen zur Verfügung und beherbergt fünf individuell gestaltete Zimmer (vom Einzelzimmer bis zum Dreibettzimmer; alle mit eigener DU/WC), einen gemütlichen Frühstücksraum sowie eine Bibliothek mit einer wunderschön verzierten Decke, die ein Gemälde der Unterkunft im Laufe der Jahreszeiten schmückt.

    Unterkunft & Verpflegung

    An den beiden kleinen Teichen im Garten können Sie nach einem langen Wandertag oder einer Radtour hervorragend entspannen und die Sonne genießen, während die Hühner um Ihre Füße Körner picken. Der große Garten der Pension in Südwest-Irland mit der leuchtenden Blumenpracht lädt auch zu einem Faulenzertag ein und bietet Kindern viel Raum zum Spielen.

    Ihre deutsche Gastgeberin bereitet Ihnen jeden Tag ein köstliches - und sehr reichhaltiges - Frühstück mit Müsli aus selbstgeschrotetem Bio- Getreide, selbstgebackenem Brot, Obst, frischen Pfannkuchen, Marmelade und Honig zu. Auf Wunsch können Sie in Ihrer Pension in Irland auch an manchen Tagen - oder jeden Tag - ein typisches Full Irish Breakfast mit Würstchen vom lokalen Metzger, gebratenem Speck, Toast und Ei frühstücken.

    Für das Abendessen empfehlen wir das Pub in Ballyvourney (ca. 5 Autominuten), wo Sie bis 21 Uhr mit leckeren Gerichten verwöhnt werden. Weitere internationale Restaurants finden Sie in Kenmare oder Killarney (ca. 20 Autominuten). Gerne bewahren wir auch mitgebrachte Lebensmittel für Sie auf, damit sie sich gegebenenfalls ein eigenes kaltes Abendbrot zubereiten können.

    Fàilte! im Gaeltacht

    Fàilte ist Gälisch und bedeutet Willkommen! Als Gaeltacht werden die Gebiete Irlands bezeichnet, in denen noch die meisten Einwohner die gälische Sprache auch im Alltag sprechen. So sind zum Beispiel alle Straßen- und Ortsnamen sowohl auf Englisch als auch auf Gälisch ausgeschrieben. Ein Gaeltacht-Gebiet befindet sich u.a. in der Region um Cork und Killarney - Sie wohnen also mittendrin und haben so die Möglichkeit, Irlands Kultur ganz einmalig zu erleben. Je nach Jahreszeit können Sie bei Schafschuren zusehen, einen typischen Craig (Abend im Pub mit Musik und Tanz) erleben, ein Open-Air-Festival mit irischer Musik oder kleine Kunstausstellungen lokaler Künstler besuchen. Eine Besonderheit ist das höchstgelegene Pub Irlands, das ganz in der Nähe Ihrer Pension in Irland liegt.
    Die Gegend rings um das B&B eignet sich für lange Spaziergänge ebenso wie für Tageswanderungen oder Radtouren. Ausgeschilderte Wege starten zum Teil in der näheren Umgebung des B&B. Die bekannte und beeindruckende Beara Halbinsel oder die Dingle Peninsula sind nur ca. 50 km entfernt. Von hier aus können Sie herrliche Tagestouren machen oder auch mit dem PKW einmal um eine der Halbinseln fahren und die abwechslungsreiche, zerklüftete Landschaft genießen.

    Strände sind gut mit dem PKW zu erreichen und im Hochsommer beliebte Ausflugsziele; dennoch nicht überlaufen. Durch den Golfstrom ist das Meer oft warm genug um darin zu schwimmen. Wer nicht im Meer schwimmen möchte, hat die Möglichkeit im nahe gelegenen Coolea ins Freibad zu gehen - eine Seltenheit in Irland, zumal das Wasser beheizt ist.

    Die Städte Cork (ca. 60 km) und Killarney (ca. 35 km) haben beide ihren ganz eigenen Charme und liegen ca. 20-50 PKW- Minuten entfernt. Sie sind ein ideales Ausflugsziel für alle, die mal für einen Tag das städtische Treiben genießen möchten. Die alten Bäume des Guagan Barra Forest Park sind faszinierend und scheinen Geschichten erzählen zu können - perfekt also für kurze oder lange Wandertouren und Picknicks. Auch mit Kindern. Muckross House und der Lough Leane sind ebenfalls einen Ausflug wert: das Herrenhaus und die dazugehörigen traditionellen Farmen können heutzutage besichtigt werden und bieten einen Einblick in das Leben der Iren Ende des 19. Jahrhunderts. Der Lough Leane lädt zu einer Bootstour ein, zurück zum Parkplatz des Muckross House geht es dann in der Pferdekutsche.

    Es gibt also viel zu entdecken, aber auch ausreichend Gelegenheit sich von der Eile des Alltags zu entspannen.

    Für wen ist die Öko-Pension in Irland geeignet?

    Die Pension in Irland ist für Alleinreisende und Paare, aber auch für Familien mit Kindern, die in der abwechslungsreichen Landschaft und Kultur Irlands ihren Urlaub genießen möchten, eine geeignete Unterkunft. Für Wanderurlauber und Radurlauber, die eine feste Unterkunft suchen, um von dort Tagestouren zu starten.

  • Unterkunft und Verpflegung
    • Unterkunft im Einzelzimmer, Doppelzimmer oder Dreibettzimmer. Alle Zimmer mit eigener DU/WC.
    • Gemeinschaftsraum mit Yoga-Ecke und -matten vorhanden (es werden keine Kurse oder Yogastunden angeboten).
    • Reichhaltiges Frühstück inklusive - auf Wunsch auch Full Irish Breakfast.
    • Vegetarische Verpflegung ist möglich. Bitte bei Buchung mitbestellen.
    • Wäsche waschen gegen Entgelt möglich.
    • Broadband-Empfang im gesamten Haus, kostenfrei für die Gäste.
    • Die Unterkunft ist allgemein für Personen ohne Mobilitätseinschränkung geeignet. Sind Sie mobil eingeschränkt, sprechen Sie uns bitte an.
    Für Kinder
    • Kinder sind herzlich willkommen. Es gibt im Haus eine Spielecke für Kleinkinder und im Garten ein Volleyballnetz. Ein Kinderprogramm wird nicht angeboten.
    • Babybett und Hochstuhl sind vorhanden.
    Haustiere
    • Das Mitbringen von Haustieren ist auf Anfrage möglich.
    Freizeit und Umgebung
    • Selbstorganisierte Wander- und Fahrradtouren, z.T. direkt ab Unterkunft. Reitmöglichkeiten in Ballydowney (ca. 35 km).
    • Ausflüge auf die Dingle und Beara Halbinseln, zum Muckross House und Gärten, zum Guagáan Barra Forest Park u.v.m.
    • Strände befinden sich ca. 30-60 Autominuten entfernt und eignen sich für Tagesausflüge. Wassersport ist teilweise möglich.
    • Kayaking auf dem Muckross Lake
    Klima
    • Durch den Golfstrom herrscht in Irland ein mildes Klima. Die Lufttemperaturen liegen im Sommer zwischen 15°C und 20°C. Die Frühjahrs- und Herbsttemperaturen erreichen durchschnittlich 10°C, im Winter sinken sie auf 5°C bis 8°C ab. Schnee gibt es sehr selten. Regenschauer gibt es das ganze Jahr, teils können sie sehr heftig sein, sie dauern allerdings nicht lange an und werden oft von Sonnenschein gefolgt. Die besten Reisemonate für Irland sind April bis Mitte Juni. Auch September und Oktober gehören zu den beständigsten Abschnitten des Jahres.
    Anreise
    • Flug: Flug nach Killarney oder Cork. Vom Flughafen Cork fahren regelmäßig Busse nach Cork und weiter nach Ballyvourney oder Macroom. Ab Ballyvourney (ca. 5 km) und Macroom (ca. 20 km) ist auf Anfrage eine Abholung möglich. Der Transfer vom Flughafen Cork (ca. 65 km) oder Killarney (ca. 50 km) kostet ca. 20-30 € pro Person/Strecke (Bestellung auf Anfrage). Um vor Ort mobil zu sein, ist ein Mietwagen empfehlenswert. Klimabewusst reisen: Fliegen Sie atmosfair!
    • Auto und Fähre: Anreise über den Kanaltunnel nach England. Selbstorganisierte Fährfahrt ab Fishguard in Südwest- Wales nach Rosslare an der Südostspitze Irlands (Dauer der Überfahrt ca. 3:30 Std., Fährgesellschaft StenaLine). Die Fahrt von Deutschland nach Irland dauert in der Regel mindestens 2 Tage.

    Gern sind wir Ihnen bei der Planung der Anreise behilflich. Weitere Informationen lesen Sie bitte unter Anreise.

    Reisebücher

    IRLAND - Michael Müller Verlag

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  • Leistungen
    • Übernachtung mit reichhaltigem Frühstück (teils in Bio Qualität oder Full Irish Breakfast)
    • Digitale Reiseunterlagen in der ReNatour-Reiseapp (für 2 Endgeräte; weitere Zugänge für gebuchte Erwachsene auf Anfrage)
    Saison

    01.03. - 31.10.2024

    Preis pro Person/Nacht  
    Doppelzimmer 60 €
    Doppelzimmer mit Zustellbett 60 €
    Einzelzimmer 60 €

     

    • Kinderrabatt 50% Kind (3-12 J.), 100% Kind (0-2 J.) gültig im Zimmer mit mind. 1 Vollzahler
    • Mindestaufenthalt 7 Nächte
    Preis berechnen
  • Bildergalerie
    Natur pur - direkt vor Ihrem B&B.
    Natur pur - vor der Tür
    Blick auf Frühstücksraum (unten) und Bibliothek (oben)
    Die Unterkunft
    Der weitläufige Garten grünt und blüht.
    Weitläufiger, blühender Garten
    Aus dem hauseigenen Gemüsegarten stammt das verwendete Gemüse für die Mahlzeiten.
    Hauseigener Gemüsegarten
    ...und schauen sich neugierig um.
    Jemand da?
    Das Pony lebt ebenfalls im Garten der Pension.
    Auch ein Pony lebt hier
    Die einzigartige irische Landschaft lädt zu ausgiebigen Wanderungen und Radtouren ein.
    Einzigartige irische Landschaft
    Eines der Doppelzimmer im B&B in Irland.
    Doppelzimmer (Beispiel)
    ..und Einzelzimmer.
    Einzelzimmer (Beispiel)
    Ein reichhaltiges Frühstück sorgt für einen guten Start in den Tag.
    Leckeres Frühstück
    Liebevolle Details in den Zimmern.
    Liebevolle Details
    Die Unterkunft hat Doppelzimmer...
    Doppelzimmer (Beispiel)
    Alle Zimmer haben eigene Dusche und WC.
    Zimmer mit DU/WC
    Die Hühner laufen frei auf dem Gelände...
    Hühner auf dem Gelände...
    Hier können Sie sich nach einem anstrengenden Wandertag wunderbar erholen.
    Ruheoasen
    Die Beara Halbinsel lockt mit ihren schroffen Küsten.
    Schroffe Küsten der Beara Halbinsel
    Heidekraut, Fuchsien und blühender Rhododendron lassen die Landschaft in allen Rottönen erstrahlen.
    Schöne Rottöne
    Gönnen Sie sich eine Pferdekutschen-Fahrt in Killarney.
    Pferdekutschen-Fahrt in Killarney
    Muckross House und die dazugehörigen Gärten sind einen Ausflug wert.
    Muckross House
    Das Deckengemälde in der Bibliothek stellt das B&B im Laufe des Jahres dar.
    Deckengemälde in der Bibliothek
  • Reiseberichte

    Auszeit vom Alltag

    Irmgard F.
    03.01.2024
    Die Öko-Pension können wir für Reisende mit Auto sehr empfehlen. Die Erreichbarkeit der Öko-Pension und der zahlreichen landschaftlichen Sehenswürdigkeiten und Küstenabschnitte erscheint uns mit öffentlichen Verkehrmitteln jedoch anstrengend.
    Zur Unterkunft möchten wir das ausgesprochen leckere Frühstück hervorheben, sowie das umgangreiche Wissen der Vermieterin um die Besonderheiten Südirlands. Man fühlt sich sehr willkommen, die Zimmer sind sauber und man bekommt zu jeder Frage stets eine ausführliche Antwort. Die Zeit in Südirland war für uns und unsere Kinder unvergesslich schön und wir können den Aufenthalt in der Öko-Pension wärmstens empfehlen.

    Idyllische Unterkunft mit gutem Frühstück

    Cordelia T.
    12.09.2022
    Die Unterkunft ist sehr ruhig und ländlich gelegen - mit Ponys, Enten, Hund und Katze. Die Gastgeberin ist freundlich, hilfsbereit und deutschsprachig. Das Frühstück ist fantastisch - es gab selbst gebackenes Brot und Brötchen, frisches Müsli und leckere Pancakes. Unser Zimmer war einfach, sauber und das Bett bequem. Es gab einen Aufenthaltsraum und die Möglichkeit zum Wäsche waschen. Ein Auto ist sinnvoll. Die Unterkunft ist sehr empfehlenswert - wir haben uns wohlgefühlt.

    Irland

    Sascha W.
    24.01.2017
    Ich wollte kurzfristig über Weihnachten und Silvester in den Urlaub fahren. Nach längerem durchstöbern der Internetseiten stieß ich auf ReNatour. Da ich ein großer Irland Fan bin fiel mir gleich das Angebot für die Öko-Pension ins Auge. Um die ganzen Details zu klären stand ich in regem Kontakt mit einer sehr netten Dame aus dem Reisebüro die mir sehr weitergeholfen hat.

    Ich entschloss mich dazu die Reise mit meinem Auto anzutreten und Fähren zu nutzen. Der Weg dauerte ca 32 stunden. In Irland angekommen war alles sehr angenehm. Susanne und Dave sind sehr nett und das Frühstück sowie die Unterhaltungen waren sehr angenehm. Die einheimischen sind sehr Kontaktfreudig und vorallem entspannt. Ich war wandern und lief einfach querfeldein durch viehweiden. Wenn mich Leute trafen fragten sie ob ich mich verlauafen hatte und waren sehr an meinem wohlergehen und mir als Person interessier. Kein vergleich zu Deutschland wo man sofort wegen Hausfriedensbruch angezeigt werden würde. Abends war ich des öfteren in den hiesigen Pubs zum Essen. Es sind sehr Familiäre atmosphären und jeder redet mit jedem. Das war sehr angenehm. Gleich am ersten Abend unterhielt ich mich mit einem pärchen das mir sofort die schönsten orte in mein handy speicherte um dort wandern zu gehen und die Natur zu genießen.

    Die folgenden Tage verbrachte ich in Killarney und am Ring of Kerry. Ich fuhr auch einfach drauf los und hielt wo es mir gefiel. Wer es mag alleine in den Urlaub zu fahren und für sich zu sein ist hier definitv richtig. Man kann allerdings auch mit mehr Personen sehr viel spaß haben. Für mich steht fest das ich wieder dorthin Reisen werde und meinen Urlaub in der Öko-Pension verbringen werde.

    Eine gelungene Reise!

    Jette B.
    29.06.2016
    Wir haben eine sehr schöne Woche in der Pension verbracht. Die Unterkunft liegt relativ abgelegen, der nächste Ort ist ca. 5 Minuten mit dem Auto entfernt und dort kann man auch sehr gut essen. Susanne und ihr Mann sind großartige Gastgeber. Man kann mit jeder Frage zu ihnen kommen, sei es nun wegen irgendwelcher Fahrtwege, irischer Traditionen oder auch nur dem Frühstück am nächsten Tag. Das Frühstück war übrigens ein wahres Highlight - das Müsli und die Pancakes super lecker und jeden Tag eine neue regionale Käsesorte mit selbst gebackenem Brot. Genau das richtige für uns Schleckermäuler!


    Für Leute wie uns, die aus ihren bisherigen Urlauben große Hotels mit moderner Ausstattung und großem All-Inklusive Buffet gewohnt sind, ist es zunächst schon eine Umstellung gewesen, sich in einer nicht ganz so modernen Pension mit wenigen Zimmern niederzulassen. Wir haben diese familiäre Art des Urlaubs aber ganz schnell zu schätzen gelernt - mal ganz was anderes, aber es hat auch etwas für sich! Der große Garten lädt zwischendurch zum Entspannen ein, man kann hier herrlich zur Ruhe kommen. Wir haben mit dem Mietwagen die ganze Insel erkunden können, waren in Dublin, Cork, Limerick und Killarny - waren zum whale watching in Baltimore, bei den Cliffs of Moher, Wandern im Nationalpark Killarny, auf der Beara Halbinsel und der Dingle Halbinsel. Irland hat da wirklich viel zu bieten!


    Für uns ein rundum gelungener Urlaub!

    Unterwegs im Südwesten Irlands

    Petra und Klaus L.
    17.06.2016
    Irland, die grüne Insel. Unsere Idee, die Insel zu besuchen, entwickelte sich schon im Winter letzten Jahres. Immer wieder hörten wir Berichte über ?tolle Landschaft, nette Menschen und natürlich den Wild Atlantik Way?.


    Aus der Idee wurde Planung. Schnell war uns klar, diese spektakuläre Küstenstraße mit 2.500 km schaffen wir nicht in einer Woche. Also suchten wir uns mit Hilfe unseres Reiseführers den südwestlichen Teil der Insel heraus. Diesen Teil der Insel, wo die Halbinseln wie Finger in den Atlantik ragen, wollten wir uns ansehen. Dazu suchten wir nach einem zentralen Ausgangs-punkt, besser gesagt eine Bed and Breakfast Unterkunft, von der aus wir unsere ausgewählten Ziele erreichen konnten. Und die war schnell gefunden, auf Empfehlung aus der Nachbarschaft. Die Öko-Pension von ReNatour.


    Am 3. Juni landeten wir in Dublin.
    Schon kurze Zeit später saßen wir in unserem Mietwagen und versuchten ?auf dem rechten Weg?, aber auf der linken Straßenseite quer über die Insel, an Cork, der zweitgrößten Stadt Irlands vorbei, die Ortschaft Ballyvourney zu erreichen. Hier bogen wir ab von der N22. Wir folgten der Wegbeschreibung die uns von ReNatour zugeschickt worden war. Aus einer schmalen Straße wurde ein noch schmalerer einspuriger Weg. Begrenzt durch Mauern oder Hecken. Als uns dann noch ein Auto entgegenkam war alles zu spät. So dachten wir. Doch der entgegen-kommende fuhr rückwärts bis in die nächste Ausweichstelle, winkte, grüßt freundlich mit ?how are you? und lies uns vorbei.


    Und dann standen wir vor dem Haus, leuchtend gelb im Kontrast zu dem satten Grün der Umgebung. Kaum waren wir ausgestiegen, kamen schon zwei kleine Hunde angestürmt und dann stand Susanne vor uns und begrüßte uns im reinsten schwäbischen Dialekt. Wir waren angekommen, im B&B Tir na Meala ? dem ?Land des Honigs?.


    Am nächsten Morgen. Der Hahn krähte und von der Wiese hörten wir die Schafe blöken. Der Blick aus dem Fenster war ein Blick in die herrliche Natur. Im Hintergrund die grünen Hügel mit den Schafen. Im Vordergrund der Garten mit den üppig blühenden Pflanzen und den Gemüsebeeten. David, Susannes Mann, er ist ein echter Ire, war gerade dabei die Ponys zu füttern. Die Hühner gackerten auf der Wiese bei den Teichen.


    Im sechseckigen Anbau war der Frühstückstisch schon gedeckt. Besonders die große Schüssel mit dem frischen Müsli und das selbstgebackene Brot regten unseren Appetit noch mehr an. Zwischendurch öffnete sich die Küchentür, Susanne blickte um die Ecke, strahlte uns an und wünschte einen guten Morgen.
    So gestärkt konnte der Tag beginnen.


    Für unsere Tagesausflüge hatten wir mehrere Ziele ausgesucht. Da war zunächst der ?Ring of Beara?, die Küstenstraße um die Halbinsel Beara, der im Vergleich zum ?Ring of Kerry? deutlich weniger befahren sein sollte, da dort die Straßen so schmal sind, dass sie für Busse und Wohnmobile nicht geeignet sind. Die Fahrt auf diesem Teil des Wild Atlantic Way war ein Erlebnis. Die zerklüftete Küste, die vielen Buchten, steile Berghänge, riesige Rhododendron-Büsche, die zu dieser Zeit in voller Blüte standen und wunderbare Aussichtspunkte von denen wir auf kleine Felseninseln und den Atlantik blicken konnten. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein.


    Und noch etwas fiel uns auf. Alle Verkehrs- und Straßenschilder waren zweisprachig. Die Region, in der wir uns aufhielten, war Gaeltacht Gebiet. Die gälische Sprache wird hier von vielen Einwohnern noch gesprochen.


    Die Dingle Halbinsel war ein weiteres Ziel. Im Gegensatz zur Halbinsel Beara gibt es hier herrliche lange Sandstrände, zum Teil eingebettet in Felsbuchten, Dünenlandschaften, so wie wir sie von unseren Küsten kennen und so schmale Straßen die unsere ganze Aufmerksamkeit erforderten. Besonders bei der Fahrt über den 457 m hohen Connor Pass wird die Straße von Fels-überhängen eingeengt und erfordert viel Geschick wenn dann plötzlich ein entgegenkommen-des Fahrzeug auftauchte.
    Der für uns absolute Höhepunkt aber war die Fahrt zur Halbinsel Mizen. Hier am südwestlichsten Punkt Europas erlebten wir die Dramatik des Atlantiks. Steile Klippen, hoch aufragende Felsen mit tiefen ausgewaschenen Einschnitten und Höhlen. Von den Aussichtspunkten in schwindelerregender Höhe erlebten wir die Wucht der anrollenden Wellenberge und beobachteten die hochaufschäumende Gischt.


    Es war dann immer wieder schön ?nach Hause? zu kommen. Susanne und David waren geduldige Zuhörer wenn wir von unseren aufregenden Tageserlebnissen berichteten. Bei einem Guinness (oder auch zwei) saßen wir in der Bibliothek, die über dem Frühstücksraum lag, sprachen in deutsch-englischen Kauderwelsch über Land und Leute und Susanne gab bei der Gelegenheit auch das eine oder andere Rezept ihrer Backkunst preis.


    An einem Morgen hatte sie für uns ein echtes irisches Frühstück zubereitet. Als sie die Teller servierte war uns klar, dass schaffen wir nie. ?Ihr seid hier in Irland, ihr habt Zeit, auch beim Essen?, war ihr Kommentar dazu. Und tatsächlich, wir haben es geschafft, die nächste Mahlzeit nahmen wir dann wieder abends im Pub an der Hauptstraße ein.


    Bleibt noch anzumerken, dass wir nicht nur der Atlantikküste unsere ganze Aufmerksamkeit schenkten. Ein Fahrt mit dem Linienbus nach Cork, verbunden mit dem Besuch des ?English Market? sowie ein erholsamer Tag im Killarney Nationalpark mit dem Muckross House, den Seen bis hin zum Torc Waterfall rundeten unseren Irlandtrip ab.


    Unser Fazit: Die grüne Insel Irland, die faszinierende Landschaft, die freundlichen Menschen, die Musik, die wir auf Straßen und in Pubs hörten und nicht zuletzt das B&B, mitten in der gesunden Natur im Südwesten Irlands, haben uns gutgetan.
    Bye bye Irland, bis bald mal wieder.


    Petra und Klaus Lüdcke

    Presseberichte