Eselwandern in Frankreich - Provence - Südalpen

Sie meinen Esel seien stur? Lernen Sie die Eigenheiten der sanften, geduldigen Begleiter auf einer Esel-Wanderung in Frankreich durch die imposante Bergwelt des Parc du Mercantour kennen. Bewundern Sie türkisfarbene Seen, die aus den Enzianwiesen hervorleuchten, imposante Gipfel mit seltenen Gesteinen und wildes Wasser in tiefen Felsschluchten. Eselwandern macht einfach Spaß.
  • Ein unvergessliches, tierisches Erlebnis
  • Traumhafte Täler und wunderschöne Almen
  • Leckere Vollverpflegung in kleinen Unterkünften
  • Gepäcktransport durch die Esel
  • Eselwanderungen - Individuelles Eselwandern in Frankreich

    Die Esel sind zärtlich und neugierig, haben eine ausgeprägte Persönlichkeit und ihren eigenen Geschmack. Sie lieben die Gemeinschaft mit Menschen, besonders die mit Kindern, die sie auf Eselwanderungen zum Weiterlaufen anregen, ohne dass es mürrische Gesichter gibt. Ein wenig eigensinnig können sie manchmal schon sein, unsere faszinierenden großen Freunde mit lustigen Namen wie Bambou, Isis, Kaya, Gaston oder Lola.

    Doch meist kann man ihren Starrsinn mit einer kleinen Leckerei leicht besiegen. Da die ausdauernden Esel auf den Wanderungen das Gepäck tragen, können Sie die Berge auf dieser Eselwanderung unbeschwert erklimmen. Außerdem haben Sie auf Eselwanderungen immer einen Wanderführer dabei: Die in der Gegend geborenen Esel kennen jeden Stein, jede Kurve der Wanderroute!

    Die Alpen des Mercantour beim Eselwandern entdecken

    Dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeiter des Parc du Mercantour und der engagierten Bewohner dieser bis auf 3.000 m reichenden Bergregion können Murmeltiere, Gämsen, Steinböcke und Mufflons dort ungestört leben. Wer Glück hat, wird beim Eselwandern auch den Steinadler kreisen sehen. Seit einiger Zeit haben sich Wolf und Luchs wieder angesiedelt. Wer weiß, vielleicht kann man auf einer Eselwanderung einen der scheuen Waldbewohner sogar aus der Ferne beobachten. Das nahe Mittelmeer macht das Klima der See-Alpen mild und das Wandern zum Genuss. Der frische Alpenwind sorgt auch an einem heißen Sommertag für Abkühlung beim Eselwandern in Frankreich. Wer eine familienfreundliche Reise mit Tieren sucht, ist hier genau richtig.

    Familienfreundliche Eselwanderung

    Beim Eselwandern werden die Wanderer am Morgen des ersten Wandertages begrüßt und in den Umgang mit Ihrem Esel eingeführt (meist in Englisch). Vor der ersten Wanderetappe bekommen Sie eine Karte, eine schriftliche Schilderung Ihrer Tour und weiteres Informationsmaterial ausgehändigt. Bei den Tagesetappen der Eselwanderung überwinden Sie jeweils Anstiege von 400-600 m. Zur Übernachtung kehren Sie täglich in eine andere liebevoll gepflegte Herberge ein. Die Gastgeber legen großen Wert auf qualitativ hochwertige Verpflegung mit regionalen Produkten. Die abwechslungsreichen Lunchpakete mittags und die mehrgängigen Menüs am Abend, mit kräftigem Landwein und Käse oder selbstgebackenem Kuchen als Nachspeise, sind ein Genuss für den hungrigen Magen eines jeden Wanderers. Wenn Sie möchten, können Sie die Tour auch ohne Esel machen und Ihr Gepäck mit dem Auto transportieren lassen.

    Weitere Wanderungen für Familien & Reisen mit Tieren

    Nicht nur in Frankreich, sondern auch in Italien warten freundliche Esel darauf, mit Ihnen die touristisch unerschlossenen Abruzzen zu entdecken, und durch unberührte Natur zu wandern. Infos zu den Wanderungen finden Sie unter Eselwandern in den Abruzzen.

    Genug gewandert, aber noch mehr Lust auf Urlaub mit Tieren? Dann genießen Sie die Planwagenferien in den Vogesen, bei der Sie selbst Kutscher, Stallbursche und Fahrgast sind!

    • 1.Tag: Individuelle Anreise
      Individuelle Anreise nach Villeplane bis ca. 19 Uhr und Übernachtung in einer Ecolodge.
    • 2.Tag: Erkundungstour um Villeplane
      Nachdem Sie am Morgen Ihren Esel kennengelernt haben und Ihnen alle Handgriffe gezeigt worden, brechen Sie zu einer Wanderung rund um Villeplane auf. Sie können zwischen dem Panoramaweg zum nahegelegenen Collet de la Cime und dem Pfad zum Belvedere der roten Daluis-Schlucht wählen. Beide Touren lassen Sie eine einzigartige Berglandschaft entdecken. Zurück in Villeplane wird der Esel versorgt und Sie können sich in der Ecolodge ausruhen.
      Streckenlänge: ca. 6/9 km, Gehzeit 3-4,5 Std.
    • 3.Tag: Villeplane - St Martin d’Entraunes
      Heute führt der Weg über einen Pfad, der einst Verbindungsweg zwischen den Dörfer Villeplane und St Martin d’Entraunes war. Sie tauchen unmittelbar in die Bergwelt ein mit wieder aufgeforsteten Tannen- und Laubwäldern. Der Anstieg windet sich durch eine Mondlandschaft mit Mergelhängen, bis Sie den kleinen Weiler Villetalle Basse erreicht, der hier von dem Weizenanbau in alten Zeiten zeugt. Sie und Ihre tierische Begleitung übernachten heute in einer Gîte in St Martin d’Entraunes.
      Streckenlänge ca. 15 km, Gehzeit ca. 6 Std.
    • 4.Tag: St Martin d’Entraunes - Val-Pelens
      Sie wandern auf einem Pfad mit dem vielsagenden Namen "Briefträgerweg". Und wirklich nutzten Postboten vor nicht allzu langer Zeit noch diese Verbindungspfade, um Briefe auch in entlegenen Dörfern zuzustellen. Unterwegs treffen Sie auf die Überreste eines alten Bewässerungskanals und können einen Abstecher auf den Clos de l’Aï machen. Folgen Sie den Steinmännchen hinauf bis zum Gipfelüberhang, von wo aus es einen fantastischen Ausblick über das Tal gibt. Abends erwarten Sie und den Esel Anouk und Jérémie in ihrer Herberge in Val-Pelens.
      Streckenlänge ca. 7 km, Gehzeit ca. 3,5 Std.
      Variante über den Clos de l’Aï ca. 12 km, Gehzeit ca. 7 Std.
    • 5.Tag: Val Pelens - Entraunes
      Über ehemals karge Kalkboden-Felder, die heute wieder dicht bewachsen sind, wandern Sie mit Ihrem tierischen Kameraden. Wasser begleitet Ihren Weg, Sie überqueren einige kleine Bäche, kommen an Schäfereien vorbei und erreichen nach einem steilen Abstieg durch den Wald Ihr Ziel Entraunes. Geübte Wanderer kommen auf einer wunderschönen Wanderung über verlassene Almen zum Gipfel des Col des Champs und werden mit einer grandiosen Aussicht über die Hochtäler belohnt. Wer weiß, vielleicht treffen Sie auch Murmeltiere oder Gämsen!
      Streckenlänge ca. 8 km, Gehzeit ca. 4 Std.
      Variante über den Col des Champs (2.045 m) ca. 12,5 km, Gehzeit ca. 6 Std.
    • 6.Tag: Entraunes - Estenc
      Von Entraunes aus steigen Sie langsam bis zu einem kleinen Stausee auf. Weiter geht es über Stege, mit deren Hilfe Sie die Wildbäche von Garréton und d’Aiglière überqueren, bevor Sie zu einem schönen Picknickplatz kommen. Natürlich erhält auch Ihr treuer Esel eine Belohnung für seine Dienste! In der Unterkunft angekommen, haben Sie am Nachmittag Zeit für einen Spaziergang rund um das Plateau von Estenc und zum Alpen-Garten.
      Streckenlänge ca. 7 km, Gehzeit ca. 3 Std.
    • 7.Tag: Estenc - Col de la Cayolle
      Im Herzen des Nationalparks kommen Naturfreunde voll auf ihre Kosten: Majestätische Lärchenwälder, herrlicher Weitblick von den Pässen und Täler mit vielerlei Gesteinsarten erwarten Sie. Geduldige Beobachter treffen Murmeltiere und entdecken Steinadler hoch oben am Himmel. Vom Refuge aus können Sie noch den Tête de la Gipière (2.626 m, 1,5 Std.) besteigen. Eine schöne Wanderung für die ganze Familie! Der Esel macht derweil eine verdiente Pause im Stall des Refuges.
      Streckenlänge ca. 7 km, Gehzeit ca. 4 Std.
    • 8.Tag: Zurück nach Villeplane
      Das Beste kommt ja bekanntlich am Schluss. Heute wandern Sie über mit Enzian, Stiefmütterchen, Astern und Orchideen bedeckte Alpenwiesen zu den beeindruckenden Eiszeitgebirgsseen von Allos, Les Garrets und La Petite Cayolle. Die Landschaft ist hier mit Steingletschern und Gebirgsseen übersät. Der Blick vom Pas du Lausson auf den größten eiszeitlichen Gebirgssee Europas, den Lac d´Allos, ist unvergesslich. Leider wird es schon bald Zeit, sich von der grandiosen Landschaft und den inzwischen ans Herz gewachsenen Eseln zu verabschieden.
      Streckenlänge: ca. 13 km, Gehzeit ca. 6 Std.

      Die Wanderung endet in Estenc gegen 17 Uhr. Von dort werden Sie mit dem Auto abgeholt und zurück nach Villeplane oder zum Bahnhof Entrevaux gebracht. Ankunft in Villeplane/Entrevaux gegen 19 Uhr. Es ist empfehlenswert, noch eine Nacht in Villeplane zu verbringen.


      Routenverlauf vorbehaltlich wetterbedingter (kurzfristiger) Änderungen.
  • Besondere Hinweise
    • Die Tour ist als individuelle Tour konzipiert. Das heißt, Sie wandern nicht in einer Gruppe, sondern mit den von Ihnen mit angemeldeten Personen. 
    • Erfahrung im Bergwandern ist erforderlich (Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kenntnis der Wetterzeichen).
    • Grundkenntnisse der französischen Sprache sind für die Einweisung empfehlenswert.
    • Pro Familie/Kleingruppe ist 1 großer Esel für den Gepäcktransport vorgesehen. Der Esel kann maximal 40 kg Gepäck tragen, das vor Ort auf 2 Packtaschen (ähnlich Seesäcken) verteilt wird. Die Packtaschen werden
      vor Ort gratis verliehen.
    • Die Wanderung ist auch ohne Esel möglich; das Gepäck wird dann mit einem Auto transportiert.
    • Die Station am Col de la Cayolle ist im Mai, Juni und ab September geschlossen. Die letzte Übernachtung ist nochmals in Estenc vorgesehen.
    • Verpflegungswünsche (vegetarisch, vegan etc.) müssen bei Buchung angemeldet werden.
    Unterkunft
    • Einfache, aber gepflegte Unterkünfte mit Mehrbettzimmern. Personen, die gemeinsam buchen, erhalten ein eigenes Zimmer sowie nach Verfügbarkeit ein eigenes oder geteiltes Bad.
    • WICHTIGER HINWEIS: In der Saison 2020 muss ein eigener Schlafsack mitgebracht werden. Wegen der COVID19-Auflagen werden vor Ort keine Decken zur Verfüguzng gestellt.
    Verpflegung
    • Bei der Vollverpflegung sind Fühstück, Picknick-Lunch und Abendessen mit Tischwein enthalten. Sie können auch vegetarische, vegane oder glutenfreie Verpflegung bestellen (bitte bei Buchung unbedingt mitteilen).
    Für Kinder
    • Die Wanderung ist für lauffreudige, wandererfahrene Kinder ab 6 Jahren geeignet.
    Haustiere
    • Das Mitbringen von Haustieren ist nicht möglich
    Klima
    • In Folge der Höhenunterschiede und der Länge des Nationalparks Mercantour von rund 80 km ist das Klima sehr unterschiedlich. Die Gipfelregion ist noch tief verschneit, wenn im unteren Roya-Tal die Obstbäume blühen. Generell sind die Winter zwar spürbar milder als in den Zentralalpen, aber die Wandersaison beginnt auch erst im Mai/Juni. Dann halten sich Gämsen, Mufflons und Steinböcke noch in tieferen Lagen auf und sind weniger scheu. Dafür ist die Flora im Juli und in der ersten Augusthälfte am schönsten.
    Anreise
    • Mit dem Zug: Anreise nach Nizza, Fahrzeit z.B. ab München ca. 15 Std., ab Frankfurt ca. 10,5 Std., ab Hamburg ca. 17 Std. Von dort weiter mit dem Bus nach Guillaumes oder mit der Bahn nach Entrevaux. Autotransfer von Guillaumes (ca. 20 min.) bzw. Entrevaux (ca. 45 min.), gegen Aufpreis (bis 8 Personen). Da der Bus ab Guillaumes am Abreisetag bereits um 7 Uhr morgens startet, ist für die Rückreise der Zug ab Entreveaux empfehlenswert. Detaillierte Informationen finden Sie auf Weiterreise ab/bis Nizza nach Villeplane.
    • Mit dem Auto: Anreise bis Villeplane, Fahrzeit z.B. ab München ca. 10 Std. (ca. 967 km), ab Stuttgart ca. 10 Std. (ca. 900 km), ab Hamburg ca. 15 Std. (ca. 1470 km). Parkmöglichkeiten in Villeplane sind vorhanden.
    • Mit dem Flugzeug: Flug nach Nizza, weiter mit dem Bus (siehe Anreise mit der Bahn) Klimabewusst reisen: Fliegen Sie atmosfair!

    Gern sind wir Ihnen bei der Planung und Buchung der Anreise behilflich. Weitere Informationen lesen Sie bitte unter Anreise.

    Reisebücher

    HAUTE PROVENCE - Michael Müller Verlag

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  • Leistungen
    • 7 Übernachtungen in Mehrbettzimmern mit Gemeinschaftsdusche/WC
    • 7 x Vollverpflegung inklusive Picknick-Lunch und Tischwein
    • Gepäcktransport durch 1 Esel pro Familie/Kleingruppe
    • Einweisung und Tourenbeschreibung
    • Telefonnummer für Notfälle unterwegs
    Saison 01.06. - 30.09.2020
    Preis pro Person  
    Eselwanderung (7 Nächte) 762 € Erwachsene/Kind ab 13 J.
    649 € Kind bis 12 J.
    Zusatznacht im Mehrbettzimmer mit Halbpension in Villeplane 61 € Erwachsene/Kind ab 13 J.
    52 € Kind bis 12 J.

     

     

    • Teilnehmerzahl: mind. 2 Personen, empfohlenes Mindestalter: 6 Jahre
    • Doppelzimmer außer im Refuge de la Cayolle auf Anfrage. Aufpreis 80 € pro Person.
    • Transfer nach Villeplane ab/bis Entrevaux Bahnhof: 70 € hin- und zurück (bis 8 Pers.), ab/bis Guillaumes (Bus): 50 € hin und zurück (bis 8 Pers.)
    Preis berechnen
  • Bildergalerie
    Villeplane schmiegt sich am Berg
    Kinder haben auf den Wanderungen viel Spaß mit den Eseln.
    Die Treppe zur Gite in Villeplane.
    Das Eco-Gîte von Villeplane
    Im Eco-Gîte gibt es liebevoll eingerichtete Zimmer
    Das Winterzimmer in dem Eco-Gîte von Villeplane
    Alle Zimmer der Ecolodge mit Bodenmuster
    Ihr Esel erwartet Sie in der "ferme" von Villeplane
    Die Tour und den Umgang mit den Eseln wird erklärt.
    Eselwanderungen: Mittagspause für Mensch und Esel.
    Eselwanderung in Frankreich: Fantastischer Weitblick auf die Landschaft des Parc du Mercantour.
    Anita empfängt Sie mit Herzlichkeit und erklärt Ihnen Alles über die Eselwanderung
    Jeden Morgen vor der Wanderetappe werden die Esel beladen.
    Die Esel tragen mit Leichtigkeit unsere Taschen.
    Eselwandern: Esel wälzt sich auf der Wiese.
    Viel Glück! Klee mögen Esel besonders gerne.
    Unterwegs beim Wandern finden die Esel genug zu fressen und trinken.
    Die Eselin Kaja - immer neugierig ...
    ... und verschmust.
    Mensch und Esel - tierische Freunde
    Nummerierte Wegweiser zeigen, wohin der Weg führt.
    Eselwanderungen durch Blumenwiesen
    Auf dem 2000 Meter hohen Col des Champs.
    Über die Daluis Schlucht gibt es eine schöne Eselwanderung
    Gelbe Markierungen weisen den Weg.
    Der Wasserfall lädt zur erfischenden Pause ein.
    Die Tierwelt im Parc du Mercantour entdecken.
    Wildes Wasser stürzt sich in tiefe Felsschluchten.
    Mit den Esel werden auch Flüsse überquert.
    Jeden Tag heißt uns eine andere gemütliche Herberge willkommen
    Gemütliche Zimmer in der Herberge "La Basse Teille".
    Jede Unterkunft hat ihren ganz eigenen Charme.
    Täglich wird in eine liebevoll gepflegte Herberge eingekehrt.
    Am Abend bleibt Zeit für ein gemütliches Glas Rotwein...
    ... und Käse aus der Region zu genießen.
    Freudige Begrüßung am Morgen.
    Jeder ist im Eco-Gîte von Villeplane zum Abendessen herzlich willkommen
    Das Frühstück wartet.
    Wandern entlang der roten Daluis-Schlucht: unvergessliche Aussicht!
    Vor dem Eco-Gite kann Jeder vor der Wanderung seine Flasche mit klarem Quellwasser abfüllen. Lecker!
    Videogalerie
  • Reiseberichte

    Einer der schönsten Urlaube unseres Lebens

    Kathrin K.
    24.08.2019
    Anfang August starteten wir mit unserer elfjährigen Tochter nach Frankreich. In der Eco-Lodge wurden wir sehr freundlich aufgenommen und für das Abendessen gleich zu dem indisch-kanadischen Mutter-Sohn-Gespann gesetzt, das uns fortan eine Woche als Reisegefährten begleiten sollte. Die Einweisung zum Eselhandling am nächsten Morgen geriet ein wenig hektisch, so dass selbst wir als pferdeerfahrene Menschen Schwierigkeiten hatten, uns alle Details über das Anbringen des Packsattels zu merken. Zum Glück waren wir ja zwei Erwachsene, und jedeR hatte sich etwas anderes gemerkt, so dass wir uns gut ergänzten. Unsere indische Gefährtin hatte es da deutlich schwerer. Ohne jede Erfahrung im Umgang mit einem so großen Tier hätte sie ihre Eselin nach zwei Tagen zurück gegeben, wenn wir sie ihr nicht größtenteils abgenommen hätten. Die Esel sind zwar toll ausgebildet und wirklich unheimlich freundlich, aber sie sind eben doch große, starke Tiere, die z.B. beim bergab Gehen ganz schön Schub entwickeln, auch mal ein bisschen schubsen (unangenehm nahe des Abgrunds...) und ganz schnell wissen, ob sich ihr menschliches Gegenüber ins Bockshorn jagen lässt, oder eben ein vertrauenswürdiger Herdenführer ist. Also bitte: Nicht unterschätzen, dass man außer Kondition auch ein gutes Gespür für das anvertraute Tier haben muss. Sonst wird aus dem "Urlaub Deines Lebens" ganz schnell Frust!

    Wir hatten besonders Respekt vor den angekündigten 30 Grad bei der längsten und anstrengendsten Wanderung, die dann auch statt der angegebenen 6 Stunden mit Pausen 10 Stunden dauerte. Geschafft haben wir das und wurden mit grandiosen Aussichten und Erlebnissen belohnt! Unser wunderbarer provencalischer Esel "Villeplane" lies sich in jeder Situation von unserer sehr pferdeerfahrenen Tochter führen. Wenn an besonders kniffligen Stellen oder beim Schuhe Zubinden wir Eltern übernahmen, wollte er ohne sie oft gar nicht weiter und schaute sich immer wieder nach ihr um. Er war absolut zuverlässig und NIE störrisch (wie alle Bekannten im Vorfeld geunkt hatten).

    Unsere Reisegruppe wuchs im Lauf der Zeit auf drei Esel und noch eine französische Familie an. Diese internationalen Begegnungen waren eines der Highlights dieses Urlaubs. Die Wanderungen boten jeden Tag unvergessliche Eindrücke (unbedingt die Route über den Col de Champs nehmen, unserer aller Lieblingsetappe!) und jede neue Unterkunft hatte ihren ganz eigenen Charme. Die "Warnhinweise", dass die Unterkünfte einfach seien, haben wir eigentlich gar nicht verstanden. Natürlich waren das keine Sterne-Hotels, aber jede unverwechselbar und toll!

    Wir haben am Col de Petit Cayolle tatsächlich Steinböcke, Gämsen und Geier gesehen. Murmeltiere beobachten war Standard. Sich in die Seealpen verlieben unausweichlich.

    Aber nichts war so toll wie unser "Villeplane"!

    Einmaliger Urlaub mit meiner Tochter in spektakulärer Natur und Bergwelt

    Stephan Manfred N.
    24.07.2019
    Auf der Suche nach einer naturnahen Reise für einen unvergesslichen Vater-Tochter-Urlaub, bin ich auf renatour und diese tolle Eselwanderung gestossen. Die insgesamt etwas mehr als 50km die wir in den 7 Tagen zurück gelegt haben, führten durch traumhafte Täler und über wunderschöne Almen und Pässe. Der Esel Ouzo war dabei stets treuer Begleiter und erfreute sich an den hohen Gräsern auf den Wiesen :-). Während der Wanderungen genossen wir die tollen Lunch Pakete, die von den immer freundlichen Gastgebern sehr individuell bereitet wurden. Für die "extra Ration" Orangina , die uns bei über 35 Grad die Mittagspause versüsste, muss man extra in die Tasche greifen. Und genau hier ist gute Planung nötig: nehmt unbedingt ausreichend Bargeld mit (so 20 Euro pro Tag und Person), denn in den Auberges vor Ort wird nur sehr selten eine Karte akzeptiert. Wer also nicht auf den Kaffee zum Dessert oder ein Eis für die Kinder verzichten will, sollte Bargeld einpacken! Wir sind Mitte Juni gewandert und dies führte leider dazu, dass die letzte Etappe noch zugeist/verschneit und somit nicht mit dem Esel zu bewältigen war. Da hier im Vorfeld die spektakulärsten Aussichten angeündigt wurden, war das etwas schade, hat aber unserem Urlaub keinen Abbruch getan. Wir haben einfach am letzten Tag lange geschlafen, ausgiebig gefrühstückt, die Murmeltiere beobachtet und sind dann ganz entspannt zum Abstieg gestartet. Danke an renatour und danke an Anita vor Ort. Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis!

    Immer in Bewegung

    Karin E.
    30.08.2017
    Wir hatten eine Woche Eselwandern in den französischen Alpen gebucht und sind danach noch auf eigene Faust für eine Woche an die französische Küste bei Vias gefahren. Für uns alle (Frau, Mann, Tochter 13), war eindeutig die Eselwanderwoche schöner. Zwar mußten wir immer früh aufstehen und es war auch körperlich teilweise sehr anstrengend, aber wir waren den ganzen Tag in der Natur (wir hatten aber auch super Wetter) , abends teilweise super leckeres Essen. Ich sage nur Bernadette und Gilbert! Sehr köstlich. Die Unterkünfte waren, wie inder Beschreibung, sehr unterschiedlich und einfach, die Lunchpakete meistens auch lecker und ausreichend. Einmal fanden wir das Abendessen nicht so toll, hat wie aufgetaute Köttbullar geschmeckt. Die Touren waren für unsere 13jährige Tochter ganz gut zu meistern, da sie aber auch sehr sportlich ist. Für kleinere Kinder könnte es da schon schwierig werden. Ein Glücksfall für uns war, daß noch eine zweite Familie mit Tochter im selben Alter unterweg war. Wir sind dann oft gemeinsam gewandert, was für alle Beteiligten von Vorteil war. Auch die Esel waren sehr lieb und umgänglich. Obwohl wir eine asthmatische Eselin hatten. Sehr schön fanden wir die beiden Nächte in der Jurte, tolle Unterkunft! Alles in allem sehr zu empfehlen.

    Mit dem Esel durch die Alpen

    Anke R.
    08.08.2017
    Eine Wochen sind wir mit "unserem" Esel Lampion durch die französischen See-Alpen gewandert. Das Grautier hat treu und brav unser Gepäck getragen und war uns ein liebenswerter Begleiter. Über 60 km sind wir in 7 Tagen gewandert - bergauf, bergab. Jeden Abend schliefen wir ein einer anderen Herberge und unser Esel auf der Eselweide. Wir wurden immer sehr lecker bekocht und waren jeden Tag auf`s Neue gespannt, was uns in der Lunchbox erwartet. Zum Ende des ersten Tages waren wir bereits eine kleine Herde, die aus 3 Eseln, 3 Kindern und 6 Erwachsenen bestand. Das war sehr lustig und unterhaltsam. Besonders schön war unser letzter Wandertag. Wir sind auf 2639 m aufgestiegen und haben allein an diesem Tag etliche Murmeltiere, Steinböcke, Adler und eine Gemse gesehen. Herrliche Natur, wunderschöne Blicke, nette Menschen!

    Eseltrecking in den Alpes Maritimes in Südfrankreich

    Ulrich R.
    30.06.2017
    Im winzigen, abgelegenen Weiler Villeplane verbrachten wir die erste Nacht in der Öko-Lodge. Am nächsten Tag erklärte uns Anita Fournier detailreich die Tagesrouten anhand von gut markierten Kartenausschnitten. Offensichtlich sind nicht alle Trecker so «alte Berwanderhasen» wie wir. Erst danach gings zu «unserem» Grautier namens Ouzo, das bereits angebunden bereitstand. Auch hier wurde uns ganz genau gezeigt, wie be- und entladen werden muss, damit Ouzo weder Druckstellen noch das Gepäck Schieflage kriegt. Geduldig liess das Langohr alles mit sich geschehen. Nach über zwei Stunden war es soweit, wir konnten abmarschieren. Willig liess sich Ouzo von mir führen, ein klares «Tsé, Ouzo, tsé» genügte. Ab und zu ein strenges «Non», wenn am Wegrand ein saftiges Büschel Gras oder leckeres Buschwerk gar zu verführerisch lockte. Mein Mann marschierte mit Kartenmaterial und Kamera hinterher, Klapse aufs Hinterteil waren nicht nötig. Bei den warmen Temperaturen und teils steilen Aufstiegen kam selbst Ouzo ins Schnaufen und Schwitzen. Wenn wir eine etwas längere Pause machten, entluden wir ihn, damit er trocknen und genüsslich fressen konnte. Am zweiten Tag schien Ouzo bereits eine «persönliche Beziehung» zu uns zu haben. Zärtlich knabberte er mit seiner weichen Schnute an unseren Knien und Händen. Am Nachmittag führte ihn mein Mann auf die Weide, doch ständig hielt er Ausschau nach mir und wollte nicht fressen. Also setzten wir uns beide mit einem Buch zu ihm ? und jetzt schmeckte das Gras. Mit jeder Stunde wuchs uns das goldige Grautier mehr ans Herz. Wir sind uns bewusst, dass wohl nicht jeder Esel so folgsam, geduldig, treu und zärtlich ist wie Ouzo. Aber gewiss spürte er auch unsere Zuneigung. Die Wanderungen an den Hängen im Tal des Var und im Nationalpark Mercantour erfordern sicher eine gewisse Kondition und Ausdauer, bieten ansonsten aber keine nennenswerten Schwierigkeiten und sind gut markiert. Eindrücklich besonders für uns Schweizer war, dass uns während der ganzen Wanderzeit kein Mensch begegnete. Die Hotels, Mahlzeiten und Lunchpakete waren durchwegs sehr zufriedenstellend, die Kontakte mit den Gastgebern äusserst herzlich. Leider mussten wir die für 7 Tage geplante Wanderung aus familiären Gründen um 3 Tage abkürzen, aber wir werden ganz sicher wieder mal in diese tolle, noch ziemlich unberührte Gegend zurückkehren. Und wer weiss: Vielleicht gibt?s ein Wiedersehen mit Ouzo, dem Engel in Eselsgestalt.
    Presseberichte

    Das Wandern ist des Esels Lust

    E. Hussendörfer / FREUNDIN
    16.03.2017
    Wie motiviert man seine vier Kinder dazu, im Sommer fünf Tage durch die Berge Südfrankreichs zu spazieren? Mit einem tierisch niedlichen Begleiter. So wie unsere Autorin Elisabeth Hussendörfer - Lesen Sie weiter im pdf!

    Der Klügere gibt nach - Mit einem Esel durch die Seealpen zu wandern, ist ein Hochgenuss

    Outdoor von Katharina Hübner
    20.03.2009
    Zwischen zwei Eseln müssen wir uns entscheiden: Einem zartgliedrigen, fast schwarzen Pyrenäenesel und einem kräftigem Grautier mit langen Ohren wie im Bilderbuch, genannt Gideon. Den Ausschlag für die Entscheidung liefert, ohne es zu wissen, ein Journalist aus England........ (lesen Sie weiter im pdf!)