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0,0 BRIGITTE von Susanne Arndt | 15.07.2008

Korfu mit Kind

Im Honigtal auf Korfu fühlen sich Familien und Alleinerziehende gleichermaßen wohl - weit weg von anonymer Kinderanimation in seelenlosen Bettenburgen. BRIGITTE.de-Redakteurin Susanne Arndt und Söhnchen Fred (3) wollten gar nicht mehr nach Hause und haben gleich noch eine Woche drangehängt. Ein Bad in Orange: Als wir im Honigtal ankommen, hat die Abendsonne alles in flauschiges Licht getaucht. Den Garten mit dem violetten Oleander und den bunten Sonnenschirmen, die Olivenbäume und den Ginster auf den Hügeln ringsum, die tobenden Kinder auf der Wiese und die Frauen, die sich in der Hängematte wiegen. "Hi!" höre ich von allen Seiten, während wir Maren ins Büro folgen, um unseren Zimmerschlüssel zu holen. Von der ersten Sekunde an fühle ich mich umarmt von dieser orange-warmen Welt, in der die Temperatur so perfekt ist, dass man sie gar nicht wahrnimmt. Schon überlege ich, ob ich meinen Urlaub nicht verlängern sollte. Wer mit Kindern statt mit Erwachsenen verreist, erwartet kaum Erholung. Deshalb hatte ich nur eine Woche Korfu gebucht: Vielleicht gehen Fred (3) und ich uns dermaßen auf den Wecker - so ganz ohne Pausen durch Papa und KiTa - dass wir es nicht länger aushalten miteinander? Es sollte unser erster Urlaub zu zweit werden, und Kleinkinder sind nun mal unberechenbar: Im ersten Moment die niedlichsten Zwerge, im nächsten die schlimmsten Nervensägen. Fred und ich allein? Mal schauen, wie das wird! Es wird gut. Wir freunden uns schnell mit Gudrun und David (3) an, die beiden wohnen im Studio nebenan. Unsere Balkons sind mit einem Türchen verbunden, so dass sich unsere Jungs spontan besuchen, um Auto und Einkaufen zu spielen. Schon am zweiten Tag treffen sich die beiden "zum Kuscheln" in meinem Bett. Beim Frühstück lerne ich Karin kennen, und Töchterchen Alina (5) wird Freds dickste "Kriechnland"-Freundin: Die beiden heizen im Bollerwagen durchs Gelände, klappen stundenlang Sonnenschirme auf und zu und sammeln Ameisen und Käfer in ihren Sandeimern. Sie werden unzertrennlich, gehen sogar zusammen aufs Klo oder eben ins Baumhaus ("Susanne, ich hab schlechte Nachrichten für dich, Fred hat wieder ins Baumhaus gemacht ...") - und die Mütter rutschen dann fluchend auf den Knien herum und schrubben alles wieder sauber. Und dann ist da noch Nina, die ebenfalls allein mit Noah (6) nach Korfu gekommen ist. Während unsere Kinder beim Kinderprogramm einen Piratenschatz suchen, sitzen wir Mütter in der schönsten Taverne der Bucht und erzählen bei Weißwein und Tonic aus unserem Leben. Klar, einer heult immer - dieser kleine Satz stimmt auch in den schönsten Ferien. Nörgelt Noah gerade mal nicht am Essen, brüllt Fred sich heiser, weil er kein zweites Eis kriegt. Buddeln Fred und Alina friedlich im Sand, schreit David, weil seine Mutter sich drei Meter von ihm entfernt hat, ohne sich abzumelden. Aber geteiltes Leid ist halbes Leid und wir lassen es uns gut gehen. Sehr gut sogar. Es ist das ideale Leben: ein Haus voller Kinder, mit Feuerstelle, Baumhaus und vielen Tieren, umgeben von grünen Hügeln, das Meer vom Balkon aus in Sichtweite und zu Fuß in zehn Minuten erreichbar. Frühstück und Abendessen werden draußen an langen Holztischen serviert, man muss sich um nichts kümmern und hat beim Essen immer nette Unterhaltung, während die Kinder schon wieder im Gebüsch nach Schildkröten fahnden oder "bis in die Wolken" schaukeln. Am vierten Tag entscheide ich mich, noch eine Woche dranzuhängen. Wir haben Glück, ein Studio ist noch frei. Zusammen mit Karin und Alina erkunden wir im Mietwagen diese sonnengeküsste, aber wundersamerweise nicht sonnenverdörrte Insel: Wir kurven durch silberfarbene Olivenhaine, die mit dunklen Zypressen gespickt sind, entdecken türkisblaue Küsten fast wie in der Karibik, kreideweiße Felsen viel schöner als auf Rügen und essen knusprige Sardinen im Schatten einer Pergola direkt am Strand. Die Farben knallen: Hier gibt es kaum Zwischentöne, kaum Grau und Braun; hier gibt es Blau, Türkis, Rot, Gelb, Grün, Weiß. Mittwochabend ist Nachtwanderung mit Biologie-Maniac Olli, der mit Fledermausdetektor in der Hand und Stirnlampe auf dem wirren, sonnengebleichten Haar den verrückten Professor gibt. 15 Kinder und Erwachsene folgen ihm ins schwüle Dunkel, um in den Olivenhainen einheimische Tierarten aufzustöbern. Mit welcher Leidenschaft Olli über jedes noch so kleine Insekt doziert, das er aus dem nächtlichen Gras fischt, wie begeistert er von Blödauge, Ziegenmelker und Ameisenlöwe schwärmt! Die Kinder verehren ihn, halten ihre Taschenlampen andächtig in den Händen und lauschen mit offenen Mündern den Fledermausrufen, die sein Detektor hörbar macht. Am nächsten Morgen bin ich krank, mit Hals- und Gliederschmerzen. Ich habe Glück, Fred ist artig, außerdem gibt es heute drei Stunden Kinderbetreuung, wo er aus selbst gesammeltem Strandgut einen kleinen Esel zusammenkleistert und mit blauem Glitter anpinselt. Danach tobt er wieder mit Alina durchs Gelände und lässt sich nur ab und zu blicken, um zu sehen, ob ich noch da bin. Danke, Fred, dass du mich liegen und lesen lässt! In der Nacht verheddert sich Fred im Moskitonetz, reißt es von der Decke und ein Loch hinein. Ich durchwühle schlaftrunken meinen Kulturbeutel und klebe das Loch mit einem Pflaster zu. Nur schnell wieder die Augen zumachen und die Halsschmerzen vergessen! Es klappt nicht. Denn obwohl wir im Grünen wohnen, ist es hier viel lauter als mitten in Hamburg - sobald sich die Umrisse der Hügel am blassen Himmel abzeichnen, hebt draußen die Symphonie der Tiere an: Spatzen und Schwalben tschilpen, als ginge es um ihr Leben, Hühner gackern Intermezzi, Hunde, Frösche und Schafe verpassen ihren Einsatz nie. Nur die Graugans krächzt unmotiviert dazwischen. Die Grillen haben jetzt keine Chance, erst viel später am Tag, wenn Menschen und Tiere die brütende Mittagshitze wegruhen, hört man ihr rhythmisches Konzert. Und dann ist da noch das heisere "I-Aaa!" von Esel Paul, dem Liebling aller Kinder hier. Fred nennt ihn hartnäckig "Powell", als hätte er es mit dem ehemaligen amerikanischen Außenminister zu tun. Mit einer Eselsgeduld erträgt das Tier die Kinder, die ihn mit Fingern pieken, ihm vertrocknete Blumen unter die Nüstern halten oder vor den Bollerwagen spannen. Noah und Fred schlingen das Seil dabei so oft um "Powells" Beine, dass der sich kaum mehr rühren kann, selbst wenn er wollte. Die Jungs geben frustriert auf, als Paul sich trotz martialischen Gebrülls weigert, den Wagen mit den beiden Quälgeistern zu ziehen. Weil ich am Morgen noch schlapp bin, gehen wir nicht zum Strand. Fred und ich streifen durch den Garten, und als wir durch Dimitris Hühnerzaun gucken, lädt er uns in sein Tierreich ein. Wir können uns nicht mit Worten verständigen, kompensieren mit hilflosen, höflichen Gesten. Dimitri wohnt mit seiner Frau unten im Haus, abends grillt er Hühner für die Gäste oder backt im Holzofen Moussaka. Er öffnet das Gartentor und zeigt uns seine frisch geschlüpften Küken, pflückt Blätter vom Maulbeerbaum und drückt sie Fred aufmunternd in die Hand, damit er sie den Schafen gibt. Der Alte schnappt sich eine Leiter und klettert auf jeden einzelnen Baum, der Früchte trägt, und drückt Fred leckere Beute in die Hand: Pflaumen, Maulbeeren, Orangen, Kirschen, Aprikosen und zum Schluss noch zwei Eier aus dem Hühnerstall. Das wird unser Mittagessen: Ich koche die Eier hart und schnipple das Obst. Mehr brauchen wir bei der Hitze nicht. Am letzten Tag fahren wir noch mit ein paar Familien im Motorboot an eine einsame Bucht mit glasklarem Wasser und grillen Schafskäse und Würstchen am Strand, die Fred gierig mit Schwimmflügeln an den Armen verspeist. Die weiße Felswand, die hinter uns hochragt, spendet bis 14 Uhr Schatten - danach tuckern wir wieder zurück in die kühlenden Studios. Und dann geht’s schon wieder ans Packen. Schade. Die drei Bücher, die ich in den zwei Wochen gelesen habe, lasse ich für die nächsten Gäste hier. So viel in so kurzer Zeit habe ich seit Freds Geburt nicht mehr geschafft. Es war richtiger Urlaub - auch allein mit Kind. Die Reise Abenteuer Natur - im Honigtal auf Korfu wird von » ReNatour angeboten. Das "Honigtal" liegt in der Bucht Agios Georgios im Nordwesten Korfus. Den Gästen stehen drei Häuser zur Verfügung, 350 bis 500 Meter vom Strand entfernt: Haus Dimitri (mein Favorit!) direkt neben dem Garten und den Pavillons, wo gegessen wird; Haus Maria steht daneben, das Sonnenhaus etwas näher Richtung Meer. Bei der Kinderbetreuung (11 Stunden/Woche) sammeln die Kleinen Naturmaterialien und basteln Kunstwerke daraus oder suchen einen Piratenschatz; Eltern und Familien können an geführten Wanderungen und Bootstouren teilnehmen. Der Nürnberger Veranstalter legt Wert auf die Umweltverträglichkeit seiner Reisen. So gibt es im Honigtal keinen Pool, Klimaanlage nur gegen Gebühr, verarbeitet werden vorwiegend einheimische Bio-Lebensmittel. Preise Zweibett-Studio im Haus "Dimitri" und im Haus "Maria" ab 140 Euro/Erwachsener und Woche, Einzelzimmerzuschlag: 50 Prozent; der Einzelzimmerzuschlag wird auch fällig, wenn man sein Studio mit einem Kind unter 4 Jahre teilt. Kinder ab 4 Jahre zahlen ab 100 Euro/Woche; Wohnung im "Sonnenhaus" ab 535 Euro/Woche; Halbpension 154 Euro/Woche für Erwachsene, Kinder von 4 bis 12 Jahren zahlen 84 Euro, Kinder bis 4 Jahre essen umsonst. Kinder-/Jugendprogramm ab 25 Euro/Woche, Programme für Erwachsene ab 10 Euro/Person und Ausflug. Hinkommen Entweder mit dem Flugzeug (Air Berlin oder Germanwings) nach Korfu Stadt (Taxitransfer ins Honigtal 50 Euro) oder mit der Autofähre ab Venedig.

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