Wo leben Esel in ihrem natürlichen Lebensraum?

07.06.2018
Wo leben Esel in ihrem natürlichen Lebensraum?
Wo leben Esel in ihrem natürlichen Lebensraum?

Esel haben im Reiseprogramm von ReNatour einen hohen Stellenwert: Unsere Eselwanderungen in Italien, Frankreich und im Bayerischen Wald erfreuen sich bei unseren Urlaubern einer großen Beliebtheit. Immer wieder werden wir von unseren Gästen gefragt: Wo leben Esel in ihrem natürlichen Lebensraum? Diese Frage möchten wir heute in unserem Blog beantworten.

Wo leben Esel in ihrem natürlichen Lebensraum?

Die heute noch rezenten Arten der Gattung Pferde (Equus) werden nach einer gängigen, wenn auch nicht unumstrittenen, Systematik den drei Gruppen Pferd, Zebra und Esel zugeordnet. Bei den Eselarten wird zwischen dem Echten oder Afrikanischen Esel (Equus asinus) sowie den beiden als Halb- oder Pferdeseln bezeichneten Arten Asiatischer Esel (Equus hemionus) und Kiang (Equus kiang) unterschieden.

Aktuell gibt es schätzungsweise weltweit knapp 40 Millionen Esel. Mit Abstand die meisten dieser Tiere sind vom Afrikanischen Esel als Stammform abstammende, in der Regel als Last- oder Reittiere eingesetzte Hausesel (Equus asinus domesticus). Daneben gibt es noch eine bedeutende Anzahl von verwilderten Hauseseln. So z.B. die schätzungsweise 5000 Burros in New Mexico und Arizona oder die ungefähr tausend Nachkommen von nach dem Zypern-Krieg 1974 auf der Zypern-Halbinsel Karpas ausgesetzten Eseln. Verwildert sind auch die weißen (leuzistischen) Esel auf einer vor Sardinien liegenden Mini-Insel, die den Asinus-ähnlichen Namen Asinara trägt. Ein nach Ansicht vieler Landwirte Riesenproblem stellen die Herden verwilderter Hausesel in Australien dar. Die Nachkommen von vor allem in den 1920er und 1930er Jahren als Folge der Agrar-Mechanisierung freigelassenen Hauseseln haben sich so erfolgreich an die Naturverhältnisse im Outback anpassen können, dass sie heute eine mehr als eine Million Tiere starke, wildlebende Population bilden.

Esel - Woher kommen sie?

Esel – Woher kommen sie?

Von den Afrikanischen (Wild-) Eseln haben sich in freier Wildbahn dagegen nur wenige Exemplare behaupten können. Fachleute sprechen von einer akuter Gefährdung dieser Equus-Art. Die einst weite Gebiete der nord- und nordost-afrikanischen Regionen bevölkernden Wildesel der Unterart Somali-Esel (Equus africanus somaliensis) sind heute nur noch in Restbeständen nachzuweisen. Sie verteilen sich auf Somalia, die Küstenzone von Eritrea sowie auf das daran angrenzende zu Äthiopien gehörende Afar-Gebiet. Zählungen und Schätzungen der Herden beziffern den Ist-Bestand dieser letzten afrikanischen Wildesel auf etwa 500 bis 1000 Tiere. Der dramatische Bestands-Rückgang seit den 1980er Jahren wird auf über 90 % angegeben. Vom durch die Zebra-Streifen an den Unterbeinen leicht erkennbaren Somali-Esel werden allerdings mittlerweile etwa 200 nachgezüchtete Tiere in Zoologischen Gärten gehalten. Das internationale Zuchtbuch wird übrigens im Tierpark Berlin geführt. In Berlin werden zurzeit etwa ein Dutzend der Wildesel gehalten.

Die Wildbestände der einst in der Nordafrika-Region ebenfalls heimischen Unterart Nubischer Esel (Equus africanus dianae) gelten nach herrschender Meinung seit den 1970er Jahren als erloschen. Allerdings gibt es aufgrund von DNS-Untersuchungen Hinweise darauf, dass eine kleine Herde von auf der Karibik-Insel Bonaire freilebenden Eseln möglicherweise Nubische Esel sein könnten. Das Gleiche gilt für eine Esel-Gruppe, die im ägyptischen Nationalpark Gabal Elba leben.

Die je nach Forschungsstandpunkt bis zu sechs Unterarten des nie domestizierten Asiatischen (Halb-)Esels sind vom Mittleren Osten bis zur Mongolei verbreitet. Zu dieser Eselart zählen unter anderem Kulan und Onager. Eine eigene Art stellt der in der Tibet-Region heimische Kiang dar.

Esel beim Wandern mit ReNatour aus nächster Nähe erleben

Das Wandern mit Eseln ist ideal, um den Alltag zu entschleunigen. Auf unseren Eselwanderungen sind Sie mehrere Tage mit diesen tollen Tieren unterwegs und werden sich ihrem Tempo langsam anpassen. Für Kinder sind die Esel ein toller Motivator, um sie zum Weiterlaufen zu bewegen.

Wir bieten Eselwandern in Italien, in Frankreich und im Bayerischen Wald.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.