Simone erzählt: Wie sieht ein Tag im Yoga-Retreat aus?

Menschen von hinten Yoga in Natur

Lohnt sich ein Yogaurlaub wirklich? Das hat sich Simone auch gefragt, bevor sie sich das erste Mal an einen Retreat herangewagt hat. Woran man nicht vorbeikommt: Yogareisen sind wie Balsam für Körper und Geist. Wer genug vom Alltagstrott hat, findet hier endlich Entschleunigung, ruhigeren Schlaf und eine Pause vom Gedankenkarussell.

Ob das denn auch stimmt, wollte Simone am eigenen Leib erfahren. Was sie bei ihrem Yogaurlaub im Mühlviertel in Österreich gelernt hat, erzählt sie uns.

Yoga in den Bergen: Als alles still wurde

Ich hätte nicht gedacht, dass ein paar Tage so viel verändern können. Als ich meine erste Yogareise angetreten bin, war ich ehrlich gesagt einfach nur müde. Vom Alltag, vom ständigen Funktionieren, vom Gefühl, immer irgendwo hinterherzulaufen. Ich wollte einfach raus. Ein bisschen Ruhe, mehr nicht.

Und dann stand ich da. Früh am Morgen barfuß auf einer Terrasse, die Sonne ging gerade auf. Das Mühlviertel war still, so richtig still. Kein Verkehr, keine To-do-Liste im Kopf. Nur mein Atem. Und da habe ich gemerkt: Genau das hat mir gefehlt.

Mit Asanas wieder zu mir finden

Was Yogareisen für mich so besonders macht, ist, dass sie nichts von mir verlangen. Ich musste nicht besonders sportlich oder „gut“ sein. Ich durfte einfach ankommen und die Yogalehrer*innen haben uns genau da abgeholt, wo wir eben gerade standen. Egal, ob zum ersten oder hundertsten Mal auf der Matte, jede*r hat sich mit einbezogen gefühlt.

Und obwohl wir alle unterschiedlich waren (Alter, Hintergrund, Beweggründe) hat uns eines verbunden: Wir wollten uns selbst wieder näherkommen. Ich war auch schon auf klassischen Urlaubsreisen, bei denen man am Ende eigentlich noch erschöpfter zurückkommt. Bei Retreats ist das anders. Du kommst nicht nur erholt zurück, du kommst irgendwie wieder bei dir an.

Ich habe gemerkt, wie sich etwas verändert hat. Nicht laut, nicht plötzlich, eher leise. Mein Kopf wurde ruhiger. Mein Körper entspannter. Und ich habe Dinge mitgenommen, die ich tatsächlich in meinen Alltag integrieren konnte. Kleine Routinen. Mehr Bewusstsein. Und vor allem: die Erlaubnis, mir selbst öfter Pausen zu gönnen.

Wie sieht ein Tag im Yoga-Retreat aus?

Was für mich den größten Unterschied zu anderen Reisen macht: Es geht hier nicht darum, möglichst viel zu erleben, sondern das Richtige. Ein typischer Tag in einem Yoga-Retreat? Natürlich lässt er sich je nach Präferenz und Umgebung auch aktiv gestalten, aber hier im Mühlviertel: schön unspektakulär.

Morgens 1,5 Stunden Yoga und anschließend ein Frühstück, bei dem man sich Zeit lässt. Kein schnell-schnell. Kein „ich muss noch“. Danach Waldbaden, Wandern, Mountainbiken oder einfach mal Zeit für sich. Lesen, auf dem Chakren-Rundweg im Wald spazieren, einfach mal nichts tun (was überraschend schwer sein kann, wenn man es nicht mehr gewohnt ist).

Absolute Highlights waren für mich die Zirbelholz-Sauna und die Massagen. In den kälteren Monaten ist sogar Wintersport möglich. Am späten Nachmittag eine weitere Yoga-Einheit. Auch mittags und abends wird gemeinsam gegessen, oft mit Gesprächen, die irgendwie tiefer gehen als sonst im Alltag.

Begegnung mit Tieren & vegan-vegetarische Küche

Unvergesslich war die Begegnung mit den Tieren vor Ort. Die Alpakas, Ponys, Katzen, Meerschweinchen und Hasen geben der ohnehin schon familiären Atmosphäre etwas ganz Zartes.

Und das spiegelt sich auch kulinarisch wider: Die komplett vegetarisch-vegane Küche fühlt sich nicht nach Verzicht an. Viel mehr nach Mitgefühl, Achtsamkeit und echtem Genuss. Die Gerichte sind saisonal-regional, bio, ausgewogen und mit viel Liebe und Fantasie zubereitet.

Mehr Yoga-Retreats in Europa – Wie es für mich weiterging

Ein paar Jahre später ging es für mich nach Kreta zum Yoga und Wandern direkt am Meer. Und wieder dieses Gefühl: Aufwachen, Asanas mit Blick aufs Wasser, ein entspanntes Frühstück ganz in Ruhe, und der Tag hat gleich eine ganz andere Qualität.

Was ich beim Reiseveranstalter ReNatour wirklich schätze, ist, dass die Reisen sich nicht nach Mainstream anfühlen. Keine anonymen Hotelketten, keine Massenabfertigung. Stattdessen kleine, besondere Orte. Eine liebevoll geführte Casa, ein ruhiges Seminarhaus mit Meerblick, ein Rückzugsort mitten in den Bergen.

Ich weiß inzwischen, dass es weniger darum geht, wohin ich reise, sondern darum, wie ich mich danach fühle. Und unter uns: Das möchte ich wirklich nicht mehr missen.

Alle Infos zum Yogaurlaub im Mühlviertel in Österreich findest du hier.

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