Warum sollte man im Urlaub regional und nachhaltig essen?

24.10.2017
Büffet in der Villa KaliMeera auf Korfu

Regional und nachhaltig essen – Was bedeutet das? Gesunde Ernährung liegt im Trend. Immer mehr Menschen wollen genau wissen, woher die Lebensmittel kommen, die sie verzehren und unter welchen Bedingungen diese Produkte erzeugt wurden. Umfragen unter Verbrauchern lassen erkennen, dass Regionalität bei der Kaufentscheidung immer häufiger eine Rolle spielt. Hofläden erfreuen sich großer Beliebtheit und selbst in den Werbeprospekten der Discounter nehmen Produkte aus der Region einen breiten Platz ein.

Dieser Trend spiegelt sich im Fremdenverkehr ebenfalls wider. Viele Touristen sind neugierig auf die Spezialitäten, die für die Urlaubsregion typisch sind. Ganz gleich, ob das Reiseziel in Deutschland oder im Ausland liegt – in jeder Region gibt es in kulinarischer Hinsicht viel zu entdecken. Restaurants werben damit, dass in ihren Küchen frische Produkte aus der jeweiligen Region verarbeitet werden. Die Gäste nehmen das verlockende Angebot gern an und lassen sich verwöhnen.

Im Honigtal baut Koch Kostas und seine Familie Gemüse im eigenen Garten an.

Im Honigtal baut Koch Kostas und seine Familie Gemüse im eigenen Garten an.

Warum man im Urlaub regional und nachhaltig essen sollte

Im Urlaub regional und nachhaltig zu essen ist eine Entscheidung, von der jeder profitiert. Jeder, der schon einmal eine sonnengereifte Tomate direkt vom Strauch geerntet und verzehrt hat, weiß das intensive, köstliche Aroma zu schätzen. Bei Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und fast allen anderen Lebensmitteln ist das nicht anders. Je kürzer die Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher sind, desto besser bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und Aromen der Lebensmittel erhalten. Speisen, die aus solchen Zutaten zubereitet werden, schmecken ausgezeichnet und sind aus ernährungsphysiologischer Sicht besonders wertvoll. Warum sollte man ausgerechnet im Urlaub auf so etwas Gutes verzichten?

Auf Reisen regionale Produkte kaufen und die Erzeuger vor Ort unterstützen

Urlauber, die sich für regionale Produkte entscheiden, stärken die regionalen Wirtschaftskreisläufe. Oft sind es kleinere Landwirtschaftsbetriebe, die sich für die biologische und nachhaltige Wirtschaftsweise entschieden haben. Sie erzeugen mit viel Fleiß und großer Sorgfalt Kartoffeln, Getreide, Milch, Butter, Joghurt, Käse, Wein, Honig, frische Kräuter und vermarkten diese direkt oder beliefern Hotels und Restaurants in der näheren Umgebung. Nachhaltiger Tourismus hilft den regionalen Erzeugern, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gleichzeitig wird auf diese Weise die Diversität in der Landwirtschaft gefördert. Anstelle von eintönigen Monokulturen wird in der ökologischen Landwirtschaft auf bunte Vielfalt und umweltschonende Betriebsweise gesetzt. Alte Tierrassen und Obstsorten werden neu entdeckt, auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden wird so weit wie möglich verzichtet.

Jeder trägt Verantwortung für den Umweltschutz

Neben dem Wohnen und der Mobilität ist die Ernährung einer der Bereiche, die bei der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks eine wichtige Rolle spielen. Wer sich regional und nachhaltig ernährt, reduziert seinen Fußabdruck deutlich. Leider gibt es in Deutschland kein Label, das den Kohlendioxid-Ausstoß deutlich macht. Mit ein wenig Nachdenken kann trotzdem jeder herausfinden, welche Lebensmittel die Umwelt stärker belasten. Wer saisonale und regionale Produkte kauft und sich darüber hinaus überwiegend vegetarisch ernährt, kann mit gutem Gewissen genießen.

Nachhaltig reisen und bewusst genießen

Im Urlaub zu verreisen – für viele Deutsche gehört das zu den Dingen, auf die sie keinesfalls verzichten möchten. Doch der wachsende Tourismus hat auch Schattenseiten und gerät deswegen immer wieder in die Kritik. Bettenburgen aus Beton zerstören die natürliche Schönheit der Natur. Von Urlaubern, die einen All-inklusive-Urlaub in einem Ferienclub verleben, profitieren lediglich große Reiseveranstalter. Mit Händlern oder Dienstleistern vor Ort, die auf die Kaufkraft der Fremden dringend angewiesen sind, kommen Pauschalreisende leider nur selten in Kontakt. Unter Problemen mit der Müllentsorgung oder Wasserknappheit haben jedoch vor allen Dingen die Einheimischen zu leiden.

Touristen, die solche negativen Entwicklungen nicht fördern wollen, entscheiden sich darum für alternative Reiseveranstalter wie ReNatour. Wir setzen in jeder Hinsicht auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Dabei spielen ökologische, soziale und kulturelle Aspekte eine Rolle. Nachhaltig zu reisen heißt aber nicht, dass die Urlaubsgäste in ihren wohlverdienten Ferien Verzicht üben sollen. Ganz im Gegenteil – wer nachhaltig reist, kann viel erleben, sich gesund ernähren und einen kleinen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und zum Schutz unserer Umwelt beitragen.

Essen wie bei griechischen Freunden im Honigtal auf Korfu

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5 thoughts on “Warum sollte man im Urlaub regional und nachhaltig essen?”

  1. Anne Bonny sagt:

    Meine Familie isst gern regional. Da wir auch gerne nach Österreich fahren, kennen wir uns schon sehr gut mit den regionalen Spezialitäten aus. Ich denke die lokale Küche sollte auf jeden Fall gefördert werden, da es nicht nur gut schmeckt sondern auch nachhaltig ist.

  2. Kyra Voight sagt:

    Im Urlaub möchte ich auch immer Regionales essen finden. So kann man wirklich einen guten Urlaubserlebnis haben. Wie Sie erwähnen, stärkt man die Lokale Wirtschaft. Dies finde ich toll.

  3. Eine tolle Idee auch im Urlaub regionale Produkte zu kaufe und so die Erzeuger vor Ort zu unterstützen. Ich werde im Frühling in ein Gasthaus an der Nordsee einchecken. Vielleicht werde ich mich im Vorfeld mal nach den regionalen Optionen erkundigen.

  4. Ich denke man sollte nicht nur im Urlaub Regional essen, sondern auch generell im Alltag. Im Urlaub Regional zu essen ist ein riesiger Vorteil, denn die Kultur auch durch den Magen kennenzulernen ist eine Erfahrung. Ich würde in meinem Österreich-Urlaub auch nicht Mexikanisch essen gehen, sondern in ein Regionales Gasthaus.

  5. Tamara sagt:

    Ein schöner Artikel, der das Wesentliche auf den Punkt bringt!
    Mein Mann und ich achten auch immer darauf, dass wir im Urlaub eine Unterkunft wählen, wo wir zwar lecker essen können, wo aber auch viel Wert auf Regionalität gelegt wird. Da kann ich das DolceVita ALPIANA Resort in Völlan bei Lana, Südtirol, empfehlen. Als eines der DolceVita Hotels hat es das erste vegan-vegetarische Gourmetrestaurant des Landes eröffnet. Da sind echt tolle und vor allem regionale und nachhaltige Kreationen dabei. Für alle „Nicht-Veggies“ gibt es auch noch das normale Hotelrestaurant, aber auch hier wieder regional und nachhaltig. Echt top!

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