Urlaub auf Korfu im Juli 2020 – ein Erfahrungsbericht

20.07.2020
Erfahrungsbericht zum Urlaub in Griechenland im Juli 2020
Erfahrungsbericht zum Urlaub in Griechenland im Juli 2020

„Ich bin extrem positiv überrascht und unheimlich froh, dass ich hier bin!“

Katrin S. aus Köln reiste im Juli 2020 mit ihrer 7-jährigen Tochter nach Griechenland und verbrachte einen zweiwöchigen Urlaub in der Villa KaliMeera auf Korfu. Gästebetreuerin Verena führte mit ihr ein Interview und fragte, wie sie den Urlaub erlebte und welche Gedanken sie sich wegen der Corona-Situation im Vorfeld der Reise machte.

Du reist jetzt schon zum zweiten Mal mit ReNatour und bist auch das zweite Mal auf Korfu. Was ist für dich das Besondere bei diesen Reisen?

Katrin: ReNatour zeichnet sich aus als Spezialist unter anderem für Familienreisen. Ich reise selber mit meiner Tochter, die ist sieben Jahre alt, vor drei Jahren waren wir schonmal auf Korfu. Mir gefällt vor allem das Konzept. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, wie eine Familie gemeinsam entspannt und gut versorgt den Urlaub verbringen kann und dieses Konzept ist für mich sehr stimmig. Hier kommt jeder auf seine Kosten und man merkt, es ist ein besonderes Konzept vom Spezialisten, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Nun war ja dieses Jahr lange unklar, ob Reisen wieder möglich sein wird. Wie war diese Zeit für dich? Auch die Zeit des Wartens? Warum hast du dich dennoch dazu entschieden den Urlaub und die Reise anzutreten?

Katrin: Die letzten Wochen waren sehr spannend. Ein kleiner Krimi. Ich hatte meine Reise bereits im Dezember gebucht mit der festen Absicht mit der Tochter, die jetzt schulpflichtig ist, das erste Mal in den Sommerferien unterwegs zu sein. Ich bin selber in der Tourismusbranche tätig, deshalb habe ich den Verlauf der Pandemie natürlich insbesondere beobachtet. Dennoch hatte ich das Gefühl, ich wolle noch abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Mir liegt gleichzeitig am Herzen, dass der Tourismus auch wieder stattfinden kann, weil ich auch weiß, wie die Menschen in den Ländern darauf angewiesen sind. ReNatour hat zu jeder Zeit über den Stand der Dinge informiert, sodass ich mich dafür entschieden habe, einfach abzuwarten. Abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, mich selber informiert zu halten, das erachte ich auch als meine Verantwortung und dann hatte ich ein/zwei Wochen davor das Gefühl, dass ich diese Reise antreten kann.

Du hattest gerade erwähnt, dass dich ReNatour regelmäßig informiert hat über den Stand der Dinge. Wie kann ich mir das vorstellen und wie hast du dich von ReNatour auf die Reise vorbereitet gefühlt?

Katrin: Da muss ich ein großes Lob aussprechen. Griechenland war ja ein Sonderfall. Das heißt wir alle wussten, dass man ab 15. Juni in die meisten europäischen Nachbarländer wieder reisen konnte. Griechenland hat ja einen Alleingang gemacht mit dem Termin 1. Juli, der dann tatsächlich auch nach meiner geplanten Anreise lag, d.h. ich musste tatsächlich auch nochmal unsere Anreise um eine Woche verschieben. ReNatour hat aber von Anfang an über die Situation informiert, hat während der Reisewarnung immer auch allen Gästen die Option einer kostenlosen Umbuchung angeboten, falls man sich nicht so gut dabei fühlt. Ich habe zu jederzeit auch telefonisch kompetente fachkundige Auskunft bekommen und gemerkt, dass das Team zum Teil selber nicht wusste, was passieren würde bis hin zu dem Moment vor der Abreise, wo noch kurzfristig das Formular eingeführt wurde, aber gemeinsam konnte man in der jeweiligen Verantwortung entscheiden, was man macht und ich habe die Informationen, die man hatte, alle rechtzeitig bekommen.

Wie verlief deine Anreise?

Katrin: Mit meiner Anreise am 4. Juli war ich eine der ersten Einreisenden aus Deutschland. Die griechische Regierung hatte erst am Wochenende vorher im Alleingang ein Formular entwickelt, das ausgefüllt werden muss. Das habe ich auch sofort gemacht und war natürlich auch ein bisschen aufgeregt. Wir sind bei der Ankunft gefragt worden nach diesen QR-Codes und ich bin tatsächlich auch getestet worden. Dies war aber nicht weiter tragisch. Es war ein Abstrich mit einem langen Wattebausch im Mund. Das Ergebnis hätte einige Tage später vorliegen sollen, hat mich aber bis heute nicht erreicht. Mein Eindruck ist, dass die griechischen Behörden selber noch damit befasst sind diesen Prozess zu optimieren. Ich kann gut nachvollziehen, dass die Länder und insbesondere Inseln diese Schutzmaßnahme ergreifen. Wir wissen, dass Korfu bisher sehr glimpflich weggekommen ist und es wäre wirklich tragisch, wenn durch Infizierte sich hier die Pandemie explosionsartig verbreiten würde. Deshalb war ich mit der Maßnahme grundsätzlich einverstanden.
(Anmerkung ReNatour: Inzwischen ist bekannt, dass Getestete nur informiert werden, falls der Befund positiv ist. )

Du bist nun vor einer Woche angereist und bei uns zu Gast in der Villa KaliMeera. Vor drei Jahren warst du im Honigtal. Welche Veränderungen kannst du im Programm und im Ablauf wahrnehmen aufgrund der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus?

Katrin: Zunächst mal habe ich tatsächlich einen hohen Wiedererkennungswert, was für mich dafür spricht, dass das erfolgreiche Konzept auch hier eins zu eins umgesetzt wurde. Das Konzept ist meiner Meinung nach wie gesagt sehr stimmig und ich finde gut, dass es die gleichen Abläufe und die gleichen Angebote auch hier wiederum gibt. In Bezug auf Corona war es so, dass mir aufgefallen ist, dass deutlich mehr gereinigt wird. Heute ist der Tag, an dem die Gäste wechseln und ich sehe, dass an vielen Zimmern, die Tür offen steht, weil ausführlich gelüftet und ausführlich desinfiziert werden muss. Ansonsten bewegen wir uns alle grundsätzlich an der frischen Luft und es besteht für die Gäste keine Maskenpflicht, was für uns erstmal angenehm ist. Das Personal hält sehr genau die Maskenpflicht ein. Auch das Essen wird hinter einer Glasfront aufgestellt und man kann sich nicht mehr selbst bedienen. Das sind, denke ich, ein paar Grundregeln, was die Hygiene angeht. Wir Gäste bemühen uns, die Abstandsregeln einzuhalten. Ich muss jedoch gestehen, dass man sehr schnell dazu verleitet ist, Corona ein bisschen zu vergessen.

Was würdest du noch Gästen, die unsicher sind und noch zweifeln, ob sie die Reise antreten sollen, mit auf den Weg geben?

Katrin: Ich habe den Eindruck, dass sich die Corona-Situation in Bezug auf Tourismus im Moment täglich, wöchentlich verändern kann, das ist mir inzwischen klar geworden. Man kann nicht absehen, was Ende August oder September z.B. Sache sein wird. Deshalb liegt es in der Verantwortung eines jeden Reisenden sich selbst informiert zu halten und in Kontakt mit dem Veranstalter zu bleiben, um zu erfahren was hier vor Ort passiert. Gleichzeitig gibt es Airlines, die informieren oder Fremdenverkehrsämter und nach Möglichkeit, wenn man dieses Jahr reisen will, flexibel bleiben. Einfach die Buchung bestehen lassen und nochmal abwarten bis zu einem Zeitraum etwas kürzer davor, um in Abschätzung mit der aktuellen Lage die Entscheidung zu treffen, ob man die Reise antreten möchte oder nicht.

Wie fühlt es sich jetzt für dich an, da du die Reise angetreten hast und nun hier bist?

Katrin: Ich bin extrem positiv überrascht und unheimlich froh, dass ich hier bin. Wir genießen einen wunderbaren Aufenthalt. Die Kinder können rumlaufen und haben Spaß. Für uns alle ist es eine Erholung nach den vielen Monaten auch der auferlegten Maßnahmen. Ich bin eher, wie gesagt zum Positiven überrascht. Gleichzeitig fällt mir auf, wie sehr die Insel aufatmet, sich freut, dass wieder Gäste kommen, wie zugewandt man ist, wie gerne man alles aufräumt und herrichtet und sich wirklich danach sehnt, dass die Saison starten kann, so ungewöhnlich zu einem so späten Zeitpunkt. Deshalb bin ich grundsätzlich auch als eine in der Reisebranche tätige Person froh, dass Tourismusaktivität stattfinden kann. Andererseits wird mir klar, dass Corona noch lange nicht vorbei ist und auch eine Gefahr weiterhin darstellen wird, sodass man immer auf dem Laufenden bleiben muss, wo was gerade passiert.

Gibt es noch etwas, was du uns gerne sagen möchtest?

Katrin: Reisen ist und bleibt eine tolle Tätigkeit. Ich habe im Voraus noch einmal gehört, dass die Tatsache, dass man sich von A nach B bewegt, kein größeres Risiko ausmacht, sich zu infizieren. Mir wurde klar, dass ich nie wissen werde, ob ein Hotspot entstehen wird, entweder irgendwo anders oder hier auf Korfu. Deshalb glaube ich, dass eine komplette Vermeidung auch keine Lösung wäre. Es gibt keine Garantie, jeder muss für sich selbst entscheiden, aber wer es wagt wird sicher auch voll auf seine Kosten kommen.

Badestrand beim Park Mon Repos auf Korfu

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Antiker Steg ins Meer bei Kerkyra

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Familenurlaub mit Ausflug nach Kerkyra

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Park Mon Repos mit herrlichen Pflanzen

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Blütenpracht im Schlosspark Mon Repos

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Lagerfeuer in der Villa KaliMeera auf Korfu

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