Nachhaltig Reisen – Tipps für Umweltschutz im Urlaub

04.04.2019
Hände halten Lavendel
Mit kleinen Schritten kann jeder etwas für Nachhaltigkeit tun

Nicht erst seit dem Schüler in ganz Europa am Friday for Future auf die Straßen gehen um auf den immer schneller voranschreitenden Klimawandel und die damit verbunden folgen aufmerksam zu machen, ist klar, dass unsere Welt aus dem Gleichgewicht zu geraten dort. Immer häufiger kommt es zu Naturkatastrophen und die Verschmutzung der Weltmeere ist zu einem echten Problem für den Fischbestand geworden. Höchste Zeit also umzudenken. Dabei ist klar, dass auch Urlaubsreisen einen nicht unwesentlichen Input auf die Umwelt haben können. Gerade bei Flugreisen, bei denen ein hoher Anteil CO2 ausgestoßen wird, sind eine Belastung für die Natur. Aber auch Erscheinungen wie Overtourismus – das Phänomen, wenn zu viele Touristen eine Region zu stark belasten – und die damit verbundenen Probleme wie Müllentsorgung und Abwasserreinigung sind Probleme, die der Tourismus mit sich bringt.

Zum Glück kann man auch auf Urlaubsreisen umwelt-und klimafreundlich handeln. Als Veranstalter für naturnahe und nachhaltige Reisen legt ReNatour nun bereits seit 25 Jahren seinen Fokus darauf, Gästen, die bewusst und mit offenen Augen durchs Leben gehen, unvergessliche Urlaubserlebnisse zu bieten und dabei den Einfluss auf Natur und Umwelt zu minimieren.

Wie Sie selbst etwas zum klimafreundlicheren Reisen beitragen können verraten wir Ihnen hier:

Anreise: Besser auf das Flugzeug verzichten

Die An- und Abreise zum Urlaubsort stellt meist die höchste Belastung einer Urlaubsreise da. Circa 90% der durchs Reisen verursachten Umweltschäden entstehen durch das Ausscheiden von Treibhausgasen durch Flugzeuge oder das Auto. Besonders das Flugzeug ist dabei ein wahrer „Killer“: Eine Flugreise nach Teneriffa schädigt das Klima ebenso stark wie ein Jahr Autofahren.

Klimafreundlicheres Reisen lässt sich mit der Bahn oder Bussen realisieren. Gerade innerhalb von Europa gibt es ein weitreichendes Zugnetz. In Deutschland kann man mit sogenannten RIT-Tickets (Rail Inclusive Tours) der Deutschen Bahn flexibel und zugungebunden reisen. Mit jedem erworbenen RIT-Ticket investiert die Deutsche Bahn außerdem 2 € in erneuerbare Energien. Man kann so also doppelt etwas für das Klima tun.

Eisenbahnschienen umgeben von Natur
Bahnreisen sind gut fürs Klima

Als zusätzlichen Anreiz für klimafreundlichen Transport zum Reiseziel, gewährt ReNatour seinen Gästen bei vielen Reisen einen Rabatt von 5%, wenn mit der Bahn angereist wird.

Natürlich ist es nicht immer möglich mit auf eine Fluganreise zu verzichten und zunehmend günstige Flugpreise machen die Verlockung des Fliegens groß. Die einfache Öko-Faustformel lautet daher: Je weiter weg, desto länger bleiben. Zusätzlich kann man mithilfe eines Emissionsrechner, wie dem von atmosfair, den CO2-Ausstoß des eigenen Fluges berechnen. Genau diesen Betrag, der nötig ist, um diese Menge klimaschädlicher Gase an anderer Stelle einzusparen kann man anschließend spenden.  

Mobilität im Urlaubsort: Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen

Moutainbike auf Berg in Korfu
Vor Ort unterwegs mit dem Rad – gut für Umwelt & Gesundheit

Auch beim Thema Mobilität vor Ort kann man klimafreundlich handeln. Auf einen Mietwagen zu verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, vermindert nicht nur Emissionen, sondern bringt Reisende auch in Kontakt mit Einheimischen und deren Kultur. Kann man nicht auf einen Mietwagen verzichten, lohnt es sich über ein kleines spritsparendes Modell nachzudenken. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Kleinere Ausflüge wie etwa zum Strand oder innerhalb eines Ortes lassen sich häufig auch prima zu Fuß oder mit einem (Leih-)fahrrad unternehmen. Denn gerade Kurzstrecken und Innenstadtverkehr sind besonders klimaschädlich.

Müllvermeidung: Kein unnötiger Abfall

Müll ist ein globales Problem. Heute produzieren wir Unmengen mehr an Müll als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Viele Urlaubsregionen stehen gerade in der Hochsaison vor einem regelrechten Müllproblem (siehe hierzu auch Müll auf Korfu). Oftmals ist eine ordnungsgemäße Entsorgung nicht möglich oder staatlich nur unzureichend organisiert. Recycling steckt in etlichen Ländern ebenfalls noch in den Kinderschuhen. Daher sollte die Devise lauten, Müll zu vermeiden wo nur möglich. Verzichten Sie z.B. auf Einwegplastiktaschen im Supermarkt, haben Sie für Ausflüge ihre eigene Trinkflasche dabei und kaufen Sie keine auf Einwegflaschen und Dosen. An Stränden, sowie auch in Naturparks oder den Bergen keinen Müll zurückzulassen, sollte sowieso eine Selbstverständlichkeit sein.

In einigen Ziel, wie z.B. auf Korfu gibt ReNatour bereits Baumwolltaschen an seine Gäste aus. Diese können für kleine Einkäufe oder Strandutensilien genutzt werden und sind außerdem eine schöne Urlaubserinnerung. Zusätzlich werden in bestimmten Hotels ReNatour-Brotzeitboxen ausgegeben. Durch diese Lunchboxen für unterwegs kann Verpackungsmaterial wie Alufolie weggelassen werden.

Regionale Lebensmittel: Landestypisch schmeckts am Besten

Antipasti, Wein und frisches Gemüse
Regionale Speisen müssen nicht importiert werden und sind besonders lecker

Durch das Anbieten regionaler Speisen können Hotels und Pensionen auf die umweltbelastende Einfuhr von internationalen Lebensmitteln verzichten. Im Urlaub keine aus Deutschland importierten Lebensmittel zu verspeisen ist dabei nicht nur gut für das Klima, sondern erweitert auch den Gourmet-Horizont von Reisenden. Wird Essen zudem in Bio-Qualität angeboten, werden darüber hinaus auch bestimmte Kriterien für einen nachhaltigen Anbau und Produktion der Lebensmittel eingehalten. Der Einkauf beim örtlichen Bio-Bauern hat dabei nicht nur umweltbewusste Aspekte, sondern sichert auch den Fortbestand kleiner, lokaler Geschäfte.

In der Unterkunft: Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Nachhaltige Seife im Landhotel im Tirol

Mit kleinen Maßnahmen können Sie in ihrer Urlaubsunterkunft zum Naturschutz beitragen. Benutzen Sie beispielsweise ihre Handtücher an mehreren Tagen hintereinander. Viele Hotels haben heutzutage bereits entsprechende Hinweise auf den Zimmern angebracht. Sollte dies nicht der Fall sein, äußern Sie ganz korrekt den Wunsch, ihre Handtücher nicht täglich wechseln zu wollen. Reduzieren Sie außerdem ihren Wasserverbrauch. Unnötig langes Duschen oder das Laufenlassen des Wasserhahnes sind gerade im Sommer und in trockenen Regionen zu vermeiden. Auch die Klimaanlage sollte, wenn nicht benötigt ausgeschalten werden. Dies gilt – ebenso wie für Licht – insbesondere beim Verlassen des Zimmers.

Ausflüge und Sport: Auf die Umgebung achten

Wanderer vor einemWeinberg im Südtirol
Aktivurlaub im Einklang mit der Natur

Die Natur genießen, ohne diese zu (zer)stören. Dies gilt sowohl bei Wanderreisen wie auch bei Tierbeobachtungen oder beim Sport in der Natur. Konkret bedeutet das zum Beispiel beim Wandern oder Skifahren auf ausgewiesenen Pfaden und Pisten zu bleiben. Auch auf Sportarten, die den örtlichen Verhältnissen nicht angemessen sind, sollte verzichtet werden. Hierunter fallen Sportarten mit einem hohen Energie- oder Wasserverbrauch, wie etwa Golfplätze in trockenen Regionen. Achten Sie beim Buchen von Ausflügen und Sportangeboten auf ortsansässige Anbieter, denen der Erhalt der lokalen Natur wichtig ist. Hierbei helfen Online-Bewertungen, aber natürlich auch das Erkundigen vor Ort.

Think global – Act local: Örtliche Kultur und Natur respektieren

Auf Reisen ist man Gast. Die örtliche Kultur und ihre Gepflogenheiten zu respektieren gehört ebenso zum nachhaltigen Reisen, wie das Bewahren der Natur. Dabei hilft es sich vorab über einige Sitten und Gebräuche des Reiselandes zu informieren. Lernen Sie zum Beispiel einige einfache Floskeln der jeweiligen Landessprache. Ein guter Weg, um mit Einheimischen direkt in Kontakt zu kommen und deren Kultur noch besser kennenzulernen. Achten Sie beim Einkaufen von Souvenirs darauf, keine Produkte zu erwerben, die unter das Artenschutzgesetz fallen. Hierzu gehören häufig Muscheln, Korallen und ausgestopfte oder lebende Tiere. Auch beim Kauf etwaiger Antiquitäten, wie etwa Steine, Fossilien oder Münzen ist insofern Vorsicht geboten, da es sich dabei um „Kultur- und Naturgüter“ und somit staatliches Eigentum handeln könnte. Eine Ausfuhr wäre in so einem Fall strengstens verboten und sogar strafbar.

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