Gelungene Wanderung: 7 Tipps gegen schmerzende Füße

24.09.2018
Schmerzende Füße beim Wandern vermeiden - 7 Tipps
Schmerzende Füße beim Wandern vermeiden - 7 Tipps

Bei unseren Wandertouren klagen Gäste immer wieder über Probleme mit den Füßen. Damit Ihre Tour – insbesondere wenn Sie länger unterwegs sind – nicht zur Tortour wird, haben wir mit einem Experten gesprochen.

Folgende Tipps haben wir für alle Wanderer:

1. Richtige Schuhe gegen schmerzende Füße beim Wandern

Ihr Fuß und Ihre Route suchen gemeinsam den richtigen Schuh aus. Dieser sollte immer zu den Herausforderungen passen, die auf Ihrer Wanderung warten.

Schlendern Sie über Felsen und Steine oder gehen Sie dichte Waldwege entlang? Strahlt die Sonne in den Nacken oder rechnen Sie mit Schnee und eisigen Temperaturen? Möchten Sie Gebirge erkunden oder ebene Regionen genießen? Abhängig davon wählen Sie Ihr Schuhwerk – dieses reicht von lockeren Trekkingsandalen hin zu kräftigen Wanderstiefeln.

Lassen Sie sich vor dem Aufbruch im Fachgeschäft beraten und achten Sie bei dem Kauf auf Folgendes:

  • kaufen Sie Wanderschuhe eher am Nachmittag: im Laufe des Tages schwankt die Fußgröße etwas
  • tragen Sie die Schuhe mindestens 15 Minuten im Laden: Rennen und springen Sie in dieser Zeit, üben Sie abrupte Stopps. Irgendwo drückt oder schmerzt es? Dann testen Sie lieber das nächste Modell.
  • tragen Sie bei dem Kauf von Wanderschuhen Ihre Wandersocken, um nicht zur falschen Schuhgröße zu greifen: Oftmals sorgen Wandersocken dafür, dass Sie einen größeren Schuh brauchen als im Alltag.
  • wenn Sie den perfekten Schuh gefunden haben: Laufen Sie ihn vor der Wanderung ein – egal ob auf dem Weg ins Büro, zuhause oder im Supermarkt. Je öfter Sie den Schuh vorher tragen, desto bequemer fühlt er sich auf der Tour an

2. Achten Sie auf passende Socken

Baumwollsocken lassen Sie schwitzen. Die Feuchtigkeit weicht Ihre Hornhaut auf und begünstigt Blasen. Greifen Sie deswegen zu Trekkingsocken mit flachen Nähten. Das Material trägt Flüssigkeit nach außen und liegt eng an. Einziger Nachteil: Durch die Kunststofffasern riechen die Socken schnell unangenehm.

Wenn Sie Schmerzen beim Wandern vermeiden, aber auch keine miefenden Füße möchten, empfehlen wir Ihnen Merino-Socken. Die Wolle neutralisiert Gerüche und nimmt Schweiß auf, ohne dass die Socken sich feucht anfühlen.

3. Gönnen Sie sich Einlagen

Professionelle Einlegesohlen sorgen für noch mehr Komfort im Schuh. Sie stärken das Fußgewölbe und verleihen Ihnen Halt. Wenn Sie an einer Fußfehlstellung leiden, sollten Sie sich von Ihrem Orthopäden Einlagen zur Korrektur der Fehlstellung verschreiben lassen. Mit diesen fördern Sie eine gesunde Fußstellung und Sie vermeiden Knieschmerzen. Auch hier gilt: Laufen Sie die Einlagen rechtzeitig ein.

4. Die perfekte Pflege für maximalen Wandergenuss

Kürzen Sie zwei Tage vor Beginn der Tour Ihre Zehnägel, um Verletzungen zu vermeiden. Zur guten Vorbereitung gehört auch eine hochwertige Fußcreme. Diese verhindert, dass Ihre Haut austrocknet und Risse bekommt. Außerdem beugt sie Blasen vor und reduziert teilweise die Schweißbildung.

Tragen Sie die Creme bereits einige Tage vorher und am Morgen des Startschusses auf. Erfahrene Wanderer schwören zum Beispiel auf Hirschtalg, um schmerzende Füße beim Wandern zu vermeiden.

5. Fußtraining macht Ihre Füße zum Wandern fit

Ein trainierter Fuß bleibt auch auf langen Strecken fit – ziehen Sie deswegen im Alltag regelmäßig Schuhe und Socken aus. Barfußgehen stärkt die Muskulatur und bereitet Sie optimal auf die nächste Wanderung vor.

Noch mehr Training können Sie beim Zähneputzen einbauen: Stellen Sie sich abwechselnd für jeweils 30 Sekunden erst auf die Zehenspitzen und dann auf die Fersen. Nicht genug? Dann balancieren Sie auf einer Slackline – das vielleicht beste Fußtraining.

6. Helferlein für akut müde Füße bei Wandertouren

Manchmal hilft die beste Vorbereitung nichts: die Füße schmerzen einfach. Macht aber nichts – denn auf der nächsten Wanderung sind Sie vorbereitet und lindern Beschwerden sobald sie auftauchen.

In Ihren Rucksack gehören neben Wasser und Essen immer vier Dinge: Blasenpflaster, Wechselsocken, Beifußöl und Franzbranntwein-Gel. Aber eins nach dem anderen.

Wenn der Schuh scheuert, quälen Sie schon bald Blasen. Deswegen: Immer Blasenpflaster mitnehmen, draufkleben, weiter geht’s. Es reibt immer noch unangenehm? Schauen Sie nach, ob Schweiß oder Regen Ihre Socken durchtränkt haben. Wenn ja – wechseln Sie diese.

Einige Kilometer weiter brennen plötzlich Ihre Fußsohlen. Meistens ist eine schlechte Durchblutung schuld. Also schauen Sie, dass Ihre Schuhe nicht zu festgeschnürt sind, die Socken gerade sitzen und tragen Sie Franzbranntwein-Gel auf. Ihre Füße hören auf zu brennen, werden aber schlapp? Auch kein Problem: Reiben Sie diese mit Beifußöl ein oder legen Sie einige Blätter der Pflanze in Ihre Socken.

7. Leichtes Gepäck vermeidet schmerzende Füße

Je schwerer Ihr Gepäck, desto mehr belasten Sie Ihre Füße. Achten Sie deswegen darauf, Ihren Rucksack bei mehrtägigen Touren so leicht wie möglich zu gestalten. Diese Tipps helfen Ihnen dabei:

  • wählen Sie von Anfang an einen kleinen und leichten Rucksack
  • verwenden Sie funktionale Kleidung: 3-in-1 Jacken oder Hosen mit abnehmbaren Beinen
  • waschen Sie Ihre Kleidung unterwegs
  • leichte Hosen statt Jeans: Jeans wiegen mehr als Stoff – greifen Sie deswegen zu letzterem
  • machen Sie eine Liste mit den nötigsten Gegenständen und seien Sie konsequent: Mit darf nur, was auf der Liste steht
  • kontrollieren Sie den gepackten Rucksack noch einmal: Brauchen Sie wirklich alles?
  • füllen Sie Ihre Wasserflasche an frischen Quellen auf: Auf diese Weise können Sie darauf verzichten, den ganzen Tag drei Liter mit sich herumzuschleppen

 

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