Der Mann, der das Mountainbiken in die Maremma brachte

26.09.2016
Ernesto mit seinen Töchtern Alice und Arianna, Toskana
Ernesto mit seinen Töchtern Alice und Arianna, Toskana

Das Mountainbike und die Toskana – wenn diese beiden Begriffe fallen, dann kommt keiner um den Namen Ernesto. Vor mehr als 30 Jahren erwarb der Schweizer einen alten Gutshof unterhalb von Massa Marittima und entwickelte diesen über die Jahre zu einem Ort, wo sich Radfahrer, Toskana-Fans, Liebhaber einer guten Küche und eines feinen Tropfen Weins treffen.

Bevor er sich mitten in der Toskana ansiedelte, war der gelernte Mechaniker, nicht südlicher bis als nach Genua gekommen. Er kannte Italien nicht, er konnte die Sprache nicht – aber eine Vision trieb ihn an diesen Ort, inmitten von Weinbergen und Olivenbäume. Nicht zuletzt der schmerzliche Tod seines Bruders wurde Motor für seinen neuen Lebenstraum. Was er allerdings in die neue Heimat mitbrachte: eine Leidenschaft fürs Radfahren, er selbst fuhr Rennen.

Mountainbike-Trails rund um Massa Marittima

Ernesto hat diesen Standort mit viel Mut, Ehrgeiz und Offenheit in den vergangenen Jahrzehnten zu einem besonderen Ort ausgebaut. Es sind neue Häuser und Zimmer dazugekommen, eine Fahrradwerkstatt, ein Pool, Ruheplätze, Beach-Volleyball oder ein Pump-Trail. Viele Mountainbike-Trails rund um Massa Marittima wurden von ihm und seinem Team angelegt und gepflegt. Er hat sich in dieser Rad-Szene einen Namen erworben. Aber neben dem Mountainbiken ist sicher die Persönlichkeit von Ernesto der Grund, warum sich die Gäste hier so wohl fühlen. Immer ist Zeit für einen Plausch und für Probleme gibt es unkonventionelle Lösungen. „Das Lachen meines Gegenübers ist mein Lohn“, erzählt Ernesto, der nach eigenen Worten kein Geldmensch ist.

Töchter haben das „Rad-Gen“ geerbt

Seit eineinhalb Jahren hat Ernesto zwei charmante Damen an seiner Seite. Seine beiden Töchter Alice und Arianna. Arianna, gelernte Physiotherapeutin und Köchin, Alice, die Frau für die Zahlen, sind überall anzutreffen – in der Rezeption, im Service oder der Küche, beim Radeln oder bei einem Gespräch mit den Gästen. Beide lieben diesen Ort, wo sie aufgewachsen sind. Nach ein paar Jahren im Ausland und beim Studium war es ihr Wunsch, das väterliche Schaffen mitzugestalten. Und mit der jungen Generation gibt es beispielsweise ein neues Logo, neue Veranstaltungen rund ums Rad oder Yogakurse auf der Wiese.

Wenn ein Vater seine Töchter für sein Projekt begeistern kann, hat er wohl ziemlich viel richtig gemacht. Dass allerdings auch die „Rad-Gene“ vererbt wurden, ist doch erstaunlich. Alice gesteht, dass sie als Jugendliche gerne einen motorisierten Untersatz gehabt hätte, wie ihre Freunde eben auch. Da blieb der Vater aber ganz streng. „Entweder geht ihr zu Fuß oder ihr nehmt ein Fahrrad“, so seine Antwort. Sie entschieden sich für das Zweite und jetzt freiwillig und mit Freude.

Aber keine Sorge, auch ohne Leidenschaft für das Mountainbiken, ist das Landgut unterhalb der hübschen Stadt Massa Marittima und nur 20 Kilometer vom Meer entfernt ein wunderbarer Ort, um Kraft zu schäpfen und von Ernesto, seinen Töchtern und das ausgewöhnlich nette Team umsorgt zu werden. Der Lebenstraum ist aufgegangen!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.