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Berlin, Bundespressekonferenz am 22.04.2004
Berlin, Bundespressekonferenz am 22.04.2004
Als Vorsitzender des forum anders reisen stellt ReNatour-Chef Roland Streicher gemeinsam mit UNEP-Director Klaus Töpfer und Bundesumweltminister Jürgen Trittin atmosfair der Öffentlichkeit vor.
Als Vorsitzender des forum anders reisen stellt ReNatour-Chef Roland Streicher gemeinsam mit UNEP-Director Klaus Töpfer und Bundesumweltminister Jürgen Trittin atmosfair der Öffentlichkeit vor.

Fliegen Sie atmosfair!

atrmosfairReNatour steht für ‚Reisen, die nicht die Welt kosten‘ - umweltfreundliche Urlaubsmöglichkeiten zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Dies ist die Maßgabe für die Auswahl unserer Reiseziele und Unterkünfte ebenso wie für die An- und Abreise. Wo möglich wird daher auf das Flugzeug verzichtet.

Aber: Manchmal gibt es einfach keine realistische Alternative zum Flug. Für diesen Fall empfehlen wir Ihnen, die Initiative „atmosfair“ zu unterstützen.  ReNatour-Gründer Roland Streicher war als Vorstandvorsitzender des „forum anders reisen“ Mitbegründer der Initiative, die er gemeinsam mit den Schirmherren Klaus Töpfer und dem damaligen Umweltminister Jürgen Trittin 2003 in Berlin vorstellte. Ihr Ziel ist es, Treibhausgase zumindest zu kompensieren, wenn sie sich nicht vermeiden lassen.

Mit freiwilligen Beiträgen von Flugreisenden finanziert atmosfair Klimaschutzprojekte, durch die an anderer Stelle Treibhausgase eingespart werden können. Dies gelingt durch die Förderung regenerativer Energien. Wenn Sie atmosfair fliegen, wird Ihr Geld zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert. Neben der CO2-Einsparung sind auch die Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung vor Ort wichtige Projektziele.

Sie sehen – Ihr Beitrag verändert und bewegt etwas!



 

Wie gehe ich vor, um klimafreundlich zu reisen?

1. Klimaschutzbeitrag berechnen
Wir weisen den Klimaschutzbeitrag bei jedem Flug aus. Selbstverständlich müssen Sie nicht den Gesamtbetrag zahlen. Eine Teilkompensation ist ebenfalls möglich!  

2. Bezahlung
Überweisen Sie den Klimaschutzbeitrag gleich bei der Buchung der Reise mit! Wir geben Ihren vollen Spendenbetrag direkt an atmosfair weiter.

3. Zertifikat und Spendenbescheinigung
Über Ihre Spende erhalten Sie von atmosfair ein Zertifikat und am Jahresende eine Spendenbescheinigung, die Sie beim Finanzamt einreichen können.

Alternativ zum Abschluss von atmosfair bei der Reisebuchung können Sie mit einem Klick auf den nachfolgenden Emissionsrechner den Klimaschutzbeitrag auch direkt ausrechnen und an atmosfair spenden


atmosfair Rechner 

 

Neue Energie für Nepal – unser Gemeinschaftsprojekt

Die Mitglieder des forum anders reisen fördern gemeinschaftlich eine langfristig angelegte Initiative: Alle Kompensationszahlungen der Veranstalter und ihrer Reisegäste fließen in ein neues Projekt zur Unterstützung des Wiederaufbaus in Nepal. Das Besondere daran: gezielt und langfristig wird beim Wiederaufbau von Privathäusern, Schulen, Krankenstationen und Lodges der Ausbau mit CO2- und verbrauchsarmen Technologien energieseitig unterstützt. Von Kleinbiogasanlagen über Solarkocher bis hin zu Photovoltaik und Wasseraufbereitung wird dieses Gesamtkonzept kostengünstige und ressourcensparende Versorgung mit Strom, Licht, Warmwasser und Kochmöglichkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bergregionen bereitstellen. „Neue Energie für Nepal“ soll zum Hoffnungsträger für die Menschen Nepals werden, um Energie für den Wiederaufbau zu schöpfen.

Unser Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt die Energieversorgung in ländlichen Bergregionen nachhaltiger zu gestalten, sowie die zerstörten Gebiete wiederaufzubauen. Aus diesem Grund wird die Ausstattung vieler Haushalte mit Kleinbiogasanlagen unterstützt. In diesen Anlagen wird aus dem Dung des Viehs durch einen Gärungsprozess Bioenergie gewonnen, die von den Nutznießern zum Kochen und Heizen verwendet werden kann, ohne dabei auf die knappe Ressource Holz zurückgreifen zu müssen. Dies bringt große Vorteile in Bezug auf Umweltfreundlichkeit und Gesundheit mit sich. Zum einen entsteht beim Kochen mit Gas, im Gegensatz zum Kochen mit Brennholz, kein CO2, weshalb allein durch eine Kleinbiogasanlage bis zu 2 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können. Außerdem muss der ohnehin schon gefährdete Wald nicht weiter abgeholzt werden. Zum anderen entsteht beim Kochen mit Biogas kein gesundheitsgefährdender Rauch, dem die Frauen beim Kochen mit Holz sonst ausgesetzt waren. Werden die Biogasanlagen an die Toilette angeschlossen,  verbessert sich außerdem die Hygienesituation.

Neben der Versorgung von Privathaushalten mit Bioenergie, unterstützt das Projekt außerdem öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenstationen, Schulen oder touristische Unterkünfte bei einer umweltfreundlicheren Energiegewinnung, indem diese Gebäude unter anderem mit Solar-Panels ausgestattet werden.

 

Wer steckt hinter atmosfair?

atmosfair ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Bonn, gegründet im Mai 2005. Einziger Gesellschafter ist die umwelt- und entwicklungsorientierte Stiftung Zukunftsfähigkeit. atmosfair entstand 2003 als Gemeinschaftsinitiative des Reiseveranstalterverbandes „forum anders reisen“ und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Die Motivation war klar: Die zunehmende Belastung des Weltklimas durch den rasch wachsenden Flugverkehr stellt die Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen.

Neben den Fluggesellschaften und den Reiseveranstaltern stehen auch die einzelnen Flugpassagiere in der Verantwortung. Diese zu informieren und ihnen eine positiv besetzte Handlungsmöglichkeit zu bieten, ist die Idee von atmosfair. Herzstück sind die atmosfair-Standards, die Umweltauflagen von atmosfair. Sie entstanden bis Mitte 2004 in einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums. Die Leitfrage war, wie der Ansatz der freiwilligen Klimaschutzabgabe von Flugpassagieren aus Umweltsicht seriös und belastbar ausgestaltet werden kann. Die öffentliche Vorstellung von atmosfair erfolgte im Juni 2004 durch den Schirmherren Klaus Töpfer und den damaligen Umweltminister Jürgen Trittin.

 

Was macht atmosfair und wie funktioniert es?

Brennholzkocher in Lesotho (Quelle: atmosfair.de)Passagiere von Flugreisen zahlen freiwillig für die von ihnen verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen des Flugzeugs. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Ihr Geld trägt dazu bei, diese Projekte zu ermöglichen. In Nigeria werden beispielsweise effiziente Brennholzkocher eingesetzt, mit denen bis zu 80% Energie beim Kochen gespart und damit die Abholzung verringert wird.

Um diese Projekte zu unterstützen können Sie ein atmosfair-Zertifikat entweder direkt mit Ihrer Buchung bei uns oder über das Internet erwerben. Über die atmosfair-Homepage können Sie auch noch für einen Flug aus dem vergangenen Jahr aufkommen. Das Geld fließt anschließend in Klimaschutzprojekte in so genannten Entwicklungsländern, die atmosfair nach strengen Kriterien auswählt. Kontrolliert werden die Projekte von Gremien und technischen Organisationen, die im Rahmen des Klimaprotokolls von Kyoto entstanden sind.  Mit „atmosfair“ können Sie übrigens auch andere klimaschädliche Emissionen kompensieren, eine Auto-oder Kreuzfahrt zum Beispiel oder auch Ihren Stromverbrauch zuhause.

 

Wie werden die Mittel verwendet?

Die atmosfair-Projekte genügen höchsten Umwelt- und Klimaschutzstandards bei der Emissionsberechnung, Projektauswahl und Mittelverwendung. Durch seriöse Kontrollmechanismen und detaillierte Information garantiert die Initiative, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wo es hin soll.  2010 verwendete atmosfair insgesamt 92% der Einnahmen für Klimaschutzprojekte. 

atmosfair erhält keine Gelder aus der öffentlicher Hand und ist damit finanziell unabhängig. 2010 wurden 8% der Einnahmen für Kundenbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung verwendet:

- Pflege und Ausbau des Emissionsrechners und der Internetseite
- Erstellen von Jahresbericht, Infomaterialien und Broschüren
- Kreditkartengebühren, Prüfung des Finanzabschluss, Abschreibungen
- Miete und Telekommunikation

Quelle: atmosfair.de

atmosfair gibt kein Geld für kommerzielle Werbung wie Printanzeigen, Google Ads etc. aus und verzichtet bewusst auf Promotion-Teams in Fußgängerzonen etc. Einzige Ausnahme ist eine Edgar-Postkarte. Kontrolle auf mehreren Ebenen - beispielsweise durch den Beirat und die Gesellschafter der atmosfair gGmbH oder den TÜV - garantiert, dass die Klimaschutzbeiträge auch wie beabsichtigt verwendet werden.
 
 

Welchen Prinzipien folgt atmosfair bei der Emissionsberechnung?

Wenn Sie atmosfair fliegen, werden Ihre Emissionen angemessen genau erfasst. Die unterschiedlichen Schadstoffe werden berücksichtigt – und zwar nach dem derzeit gesicherten Stand der Klimawissenschaft mit ihrer Gesamtwirkung in großen Flughöhen. Die Emissionsberechnung selbst erfolgt nach dem Prinzip: So exakt wie möglich, aber ohne Scheingenauigkeiten. Berechnen kann man nur den wahrscheinlichen Verbrauch eines Flugs. Muss beispielsweise ein Flugzeug wegen Nebels umgeleitet werden, oder ist die Auslastung höher oder niedriger als der Durchschnittswert, kann das nicht in die Kalkulation eingehen. Die Daten über Flugzeugtypen, Triebwerke, Flugrouten etc. wurden in wissenschaftlichen Forschungsprojekten erstellt und vom Umweltbundesamt in Berlin geprüft.

 

Was berechnet der Emissionsrechner?

Flug ist nicht gleich Flug. Klar ist, dass die Umwelt bei einer Reise von Frankfurt nach Honolulu stärker belastet wird als bei einem Flug von Hamburg nach Köln. Doch außer der Entfernung gibt es noch viele andere Faktoren, die für die Klimabilanz wichtig sind. Kurzum: Eine ganze Reihe Faktoren sind zu beachten, um herauszufinden, wie stark der Flug eines konkreten Passagiers auf das Weltklima wirkt – und wie teuer deshalb ein „atmosfair-Ticket“ sein sollte, mit dem sich anderswo entsprechend Klimaschutzprojekte finanzieren lassen.

Der atmosfair-Emissionsrechner berücksichtigt Höhenprofile von Flügen nach unterschiedlicher Distanz. Bei Flügen von 1.000 km Länge und mehr steigen Flugzeuge z.B. häufig auf eine Höhe von 11 km, bei Flügen von 250 km Länge nur auf 5 km Höhe (Quelle: TÜV 2000). Die Flughöhe spielt ebenso eine Rolle wie der Flugzeugtyp, die Anzahl der Sitze an Bord und wie viele davon besetzt sind. Hinzu kommen Faktoren wie Warteschleifen, Umwege und das Rollen am Boden. Zu allen relevanten Fragen hat der Emissionsrechner Informationen gespeichert. Damit am Ende nicht ein Pi-mal-Daumen-Ergebnis herauskommt, werden Datensätze von hoher wissenschaftlicher Qualität verwendet, die das Umweltbundesamt geprüft und für gut befunden hat.

 

Wie werden Projekte ausgewählt?

Bei allen Projekten, die aus atmosfair-Geldern finanziert werden, ist garantiert, dass sie tatsächlich Emissionen einsparen, die ansonsten entstanden wären. Dafür sorgt der so genannte CDM-Mechanismus, über den sie zertifiziert werden. CDM heißt „Clean Development Mechanism“ (auf Deutsch: „Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung“) und ermöglicht es Industrie- und Entwicklungsländern gemeinsam Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern durchzuführen.

Neben der Emissionsreduktion soll in den Projektländern durch den Technologietransfer auch eine nachhaltige, klimafreundliche Entwicklung vorangetrieben werden.

Der Nachweis wird über den von internationalen Umweltorganisationen entwickelten „CDM-Gold- Standard“ erbracht. atmosfair-Projekte sind entweder bereits als Gold Standard Projekte registriert oder beantragen derzeit die Registrierung. atmosfair ist der weltweit erste Anbieter, der ein Gold-Standard-Projekt anbietet, das nach dem anspruchsvollen UNO-Verfahren zertifiziert wird.

Nähere Informationen zum CDM-Goldstandard und den Kriterien finden Sie auf www.atmosfair.de.

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