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Einer der schönsten Urlaube unseres Lebens

Kathrin K.
24.08.2019
Anfang August starteten wir mit unserer elfjährigen Tochter nach Frankreich. In der Eco-Lodge wurden wir sehr freundlich aufgenommen und für das Abendessen gleich zu dem indisch-kanadischen Mutter-Sohn-Gespann gesetzt, das uns fortan eine Woche als Reisegefährten begleiten sollte. Die Einweisung zum Eselhandling am nächsten Morgen geriet ein wenig hektisch, so dass selbst wir als pferdeerfahrene Menschen Schwierigkeiten hatten, uns alle Details über das Anbringen des Packsattels zu merken. Zum Glück waren wir ja zwei Erwachsene, und jedeR hatte sich etwas anderes gemerkt, so dass wir uns gut ergänzten. Unsere indische Gefährtin hatte es da deutlich schwerer. Ohne jede Erfahrung im Umgang mit einem so großen Tier hätte sie ihre Eselin nach zwei Tagen zurück gegeben, wenn wir sie ihr nicht größtenteils abgenommen hätten. Die Esel sind zwar toll ausgebildet und wirklich unheimlich freundlich, aber sie sind eben doch große, starke Tiere, die z.B. beim bergab Gehen ganz schön Schub entwickeln, auch mal ein bisschen schubsen (unangenehm nahe des Abgrunds...) und ganz schnell wissen, ob sich ihr menschliches Gegenüber ins Bockshorn jagen lässt, oder eben ein vertrauenswürdiger Herdenführer ist. Also bitte: Nicht unterschätzen, dass man außer Kondition auch ein gutes Gespür für das anvertraute Tier haben muss. Sonst wird aus dem "Urlaub Deines Lebens" ganz schnell Frust!

Wir hatten besonders Respekt vor den angekündigten 30 Grad bei der längsten und anstrengendsten Wanderung, die dann auch statt der angegebenen 6 Stunden mit Pausen 10 Stunden dauerte. Geschafft haben wir das und wurden mit grandiosen Aussichten und Erlebnissen belohnt! Unser wunderbarer provencalischer Esel "Villeplane" lies sich in jeder Situation von unserer sehr pferdeerfahrenen Tochter führen. Wenn an besonders kniffligen Stellen oder beim Schuhe Zubinden wir Eltern übernahmen, wollte er ohne sie oft gar nicht weiter und schaute sich immer wieder nach ihr um. Er war absolut zuverlässig und NIE störrisch (wie alle Bekannten im Vorfeld geunkt hatten).

Unsere Reisegruppe wuchs im Lauf der Zeit auf drei Esel und noch eine französische Familie an. Diese internationalen Begegnungen waren eines der Highlights dieses Urlaubs. Die Wanderungen boten jeden Tag unvergessliche Eindrücke (unbedingt die Route über den Col de Champs nehmen, unserer aller Lieblingsetappe!) und jede neue Unterkunft hatte ihren ganz eigenen Charme. Die "Warnhinweise", dass die Unterkünfte einfach seien, haben wir eigentlich gar nicht verstanden. Natürlich waren das keine Sterne-Hotels, aber jede unverwechselbar und toll!

Wir haben am Col de Petit Cayolle tatsächlich Steinböcke, Gämsen und Geier gesehen. Murmeltiere beobachten war Standard. Sich in die Seealpen verlieben unausweichlich.

Aber nichts war so toll wie unser "Villeplane"!

Einmaliger Urlaub mit meiner Tochter in spektakulärer Natur und Bergwelt

Stephan Manfred N.
24.07.2019
Auf der Suche nach einer naturnahen Reise für einen unvergesslichen Vater-Tochter-Urlaub, bin ich auf renatour und diese tolle Eselwanderung gestossen. Die insgesamt etwas mehr als 50km die wir in den 7 Tagen zurück gelegt haben, führten durch traumhafte Täler und über wunderschöne Almen und Pässe. Der Esel Ouzo war dabei stets treuer Begleiter und erfreute sich an den hohen Gräsern auf den Wiesen :-). Während der Wanderungen genossen wir die tollen Lunch Pakete, die von den immer freundlichen Gastgebern sehr individuell bereitet wurden. Für die "extra Ration" Orangina , die uns bei über 35 Grad die Mittagspause versüsste, muss man extra in die Tasche greifen. Und genau hier ist gute Planung nötig: nehmt unbedingt ausreichend Bargeld mit (so 20 Euro pro Tag und Person), denn in den Auberges vor Ort wird nur sehr selten eine Karte akzeptiert. Wer also nicht auf den Kaffee zum Dessert oder ein Eis für die Kinder verzichten will, sollte Bargeld einpacken! Wir sind Mitte Juni gewandert und dies führte leider dazu, dass die letzte Etappe noch zugeist/verschneit und somit nicht mit dem Esel zu bewältigen war. Da hier im Vorfeld die spektakulärsten Aussichten angeündigt wurden, war das etwas schade, hat aber unserem Urlaub keinen Abbruch getan. Wir haben einfach am letzten Tag lange geschlafen, ausgiebig gefrühstückt, die Murmeltiere beobachtet und sind dann ganz entspannt zum Abstieg gestartet. Danke an renatour und danke an Anita vor Ort. Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis!

Immer in Bewegung

Karin E.
30.08.2017
Wir hatten eine Woche Eselwandern in den französischen Alpen gebucht und sind danach noch auf eigene Faust für eine Woche an die französische Küste bei Vias gefahren. Für uns alle (Frau, Mann, Tochter 13), war eindeutig die Eselwanderwoche schöner. Zwar mußten wir immer früh aufstehen und es war auch körperlich teilweise sehr anstrengend, aber wir waren den ganzen Tag in der Natur (wir hatten aber auch super Wetter) , abends teilweise super leckeres Essen. Ich sage nur Bernadette und Gilbert! Sehr köstlich. Die Unterkünfte waren, wie inder Beschreibung, sehr unterschiedlich und einfach, die Lunchpakete meistens auch lecker und ausreichend. Einmal fanden wir das Abendessen nicht so toll, hat wie aufgetaute Köttbullar geschmeckt. Die Touren waren für unsere 13jährige Tochter ganz gut zu meistern, da sie aber auch sehr sportlich ist. Für kleinere Kinder könnte es da schon schwierig werden. Ein Glücksfall für uns war, daß noch eine zweite Familie mit Tochter im selben Alter unterweg war. Wir sind dann oft gemeinsam gewandert, was für alle Beteiligten von Vorteil war. Auch die Esel waren sehr lieb und umgänglich. Obwohl wir eine asthmatische Eselin hatten. Sehr schön fanden wir die beiden Nächte in der Jurte, tolle Unterkunft! Alles in allem sehr zu empfehlen.

Mit dem Esel durch die Alpen

Anke R.
08.08.2017
Eine Wochen sind wir mit "unserem" Esel Lampion durch die französischen See-Alpen gewandert. Das Grautier hat treu und brav unser Gepäck getragen und war uns ein liebenswerter Begleiter. Über 60 km sind wir in 7 Tagen gewandert - bergauf, bergab. Jeden Abend schliefen wir ein einer anderen Herberge und unser Esel auf der Eselweide. Wir wurden immer sehr lecker bekocht und waren jeden Tag auf`s Neue gespannt, was uns in der Lunchbox erwartet. Zum Ende des ersten Tages waren wir bereits eine kleine Herde, die aus 3 Eseln, 3 Kindern und 6 Erwachsenen bestand. Das war sehr lustig und unterhaltsam. Besonders schön war unser letzter Wandertag. Wir sind auf 2639 m aufgestiegen und haben allein an diesem Tag etliche Murmeltiere, Steinböcke, Adler und eine Gemse gesehen. Herrliche Natur, wunderschöne Blicke, nette Menschen!

Eseltrecking in den Alpes Maritimes in Südfrankreich

Ulrich R.
30.06.2017
Im winzigen, abgelegenen Weiler Villeplane verbrachten wir die erste Nacht in der Öko-Lodge. Am nächsten Tag erklärte uns Anita Fournier detailreich die Tagesrouten anhand von gut markierten Kartenausschnitten. Offensichtlich sind nicht alle Trecker so «alte Berwanderhasen» wie wir. Erst danach gings zu «unserem» Grautier namens Ouzo, das bereits angebunden bereitstand. Auch hier wurde uns ganz genau gezeigt, wie be- und entladen werden muss, damit Ouzo weder Druckstellen noch das Gepäck Schieflage kriegt. Geduldig liess das Langohr alles mit sich geschehen. Nach über zwei Stunden war es soweit, wir konnten abmarschieren. Willig liess sich Ouzo von mir führen, ein klares «Tsé, Ouzo, tsé» genügte. Ab und zu ein strenges «Non», wenn am Wegrand ein saftiges Büschel Gras oder leckeres Buschwerk gar zu verführerisch lockte. Mein Mann marschierte mit Kartenmaterial und Kamera hinterher, Klapse aufs Hinterteil waren nicht nötig. Bei den warmen Temperaturen und teils steilen Aufstiegen kam selbst Ouzo ins Schnaufen und Schwitzen. Wenn wir eine etwas längere Pause machten, entluden wir ihn, damit er trocknen und genüsslich fressen konnte. Am zweiten Tag schien Ouzo bereits eine «persönliche Beziehung» zu uns zu haben. Zärtlich knabberte er mit seiner weichen Schnute an unseren Knien und Händen. Am Nachmittag führte ihn mein Mann auf die Weide, doch ständig hielt er Ausschau nach mir und wollte nicht fressen. Also setzten wir uns beide mit einem Buch zu ihm ? und jetzt schmeckte das Gras. Mit jeder Stunde wuchs uns das goldige Grautier mehr ans Herz. Wir sind uns bewusst, dass wohl nicht jeder Esel so folgsam, geduldig, treu und zärtlich ist wie Ouzo. Aber gewiss spürte er auch unsere Zuneigung. Die Wanderungen an den Hängen im Tal des Var und im Nationalpark Mercantour erfordern sicher eine gewisse Kondition und Ausdauer, bieten ansonsten aber keine nennenswerten Schwierigkeiten und sind gut markiert. Eindrücklich besonders für uns Schweizer war, dass uns während der ganzen Wanderzeit kein Mensch begegnete. Die Hotels, Mahlzeiten und Lunchpakete waren durchwegs sehr zufriedenstellend, die Kontakte mit den Gastgebern äusserst herzlich. Leider mussten wir die für 7 Tage geplante Wanderung aus familiären Gründen um 3 Tage abkürzen, aber wir werden ganz sicher wieder mal in diese tolle, noch ziemlich unberührte Gegend zurückkehren. Und wer weiss: Vielleicht gibt?s ein Wiedersehen mit Ouzo, dem Engel in Eselsgestalt.

Überraschend gut

Wolfgang H.
11.08.2016
Wir (Papa, Mama und drei Mädchen im Alter von 8, 12 und 14) bekamen die Reise von Bekannten empfohlen, die diese ebenfalls mit ihren vier Kindern im vergleichbaren Alter gemacht hatten. Da unsere Kinder zwar durchaus sportlich sind, aber bisher noch keine wirklich große Wanderung, geschweige denn in den Bergen, gemacht hatten, hatten wir gewisse Bedenken. Jetzt sind wir aber heilfroh, dass wir uns auf das Abenteuer eingelassen haben. Die Eselin hat es geschafft, alle immer wieder zu motivieren (und wir sie auch), sodass wir es nahezu problemlos schafften, die Tagesetappen zu bewältigen. Die Organisation war hervorragend, sodass es keine Probleme gab, die Wege zu finden. Einmal hat uns die Eselin klar gemacht, dass wir auf dem Holzweg waren! Auch bei Essen und Unterkünften gab es kaum etwas auszusetzen.

Libellule - unvergessliche Wandertage mit der Eselsdame

Beatrice O.
09.08.2016
Eselwandern im Mercantour-Nationalpark 4.-11. Juli 2016

Bereits mehr als fünf Wochen liegt unsere erste Begegnung mit unserer Eselsdame Libellule zurück. Und wir vermissen sie immer noch! Unsere Eselwanderung führte uns in ein abgelegenes Eck in Südfrankreich, wo wir sonst wahrscheinlich nie hingereist wären- aber es hat sich gelohnt!

Als Familie mit zwei Kindern im Alter von 9 und 11 Jahren machten wir uns zu viert auf den Weg nach Südfrankreich, um sieben Tage mit einem Esel quer im Mercantour-Nationalpark zu wandern. Und dies alleine, d.h. ohne Führer, ausgerüstet mit Wegbeschreibung und Wanderkarte und einem netten Esel, der all unsere Gepäckstücke trug. Gleichzeitig unterwegs war dann auch eine zweite Gruppe (drei junge belgische Lehrerinnen), ebenfalls mit einem Esel (mit dem Namen Kaia), was sich als ganz unterhaltsam herausstellte, konnten wir einander doch ein wenig aushelfen mit den Eseln, plaudern und abends mal zusammensitzen und etwas trinken.

Aber jetzt von Anfang an: Schon die Anfahrt war spektakulär und abenteuerlich. Anfangs noch auf der Autobahn, dann auf zweispurigen Landstrassen, später auf einspurigen, kurvigen Strassen dem Fluss Var entlang, ging es immer weiter ins Tal hinein. Beim Abzweiger Richtung Villeplane muss man schon zweimal hinschauen, um sicher zu gehen, dass man wirklich dieses Strässchen hochfahren soll (und man hofft auf keinen Gegenverkehr, ist es doch ziemlich schmal und steil). Nach ca. 10km kamen wir im Dörfchen Villeplane an, welches sich aus wenigen Häusern zusammensetzt. Die Ecogîte ist nicht zu verfehlen, denn die Strasse hört dort einfach auf... Der Empfang war sehr freundlich, die Zimmer sauber und zweckmässig eingerichtet und das erste Nachtessen am gemeinsamen Tisch mit allen anderen Gästen ausgezeichnet.

Für die Kinder anfangs noch gewöhnungsbedürftig - es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Aber auch die Jüngsten der Familie gewöhnten sich bald daran und waren nach einem langen Tag auf den Beinen auch entsprechend hungrig.

Am nächsten Morgen, unserem ersten Wandertag von insgesamt sieben Tagen, wurden wir ca. 1km von der Ecogîte entfernt bei der Esel-Heimstation instruiert und für die nächsten Tage "Esel-fit" gemacht. In englischer Sprache wurde der speziell gebaute Sattel für die Packtaschen, die Gurten, die Salben usw. erklärt. Auch wie der Esel zu führen ist (wichtig v.a. beim bergab laufen!), was er frisst und was er sonst noch gerne hat wurde uns erläutert. Geduld beim Bepacken des Esels war immer gefragt, allein schon das Straffen der Gurten brauchte seine Zeit, v.a. wenn Libellule den Atem anhielt, damit nicht zu eng angezogen wurde - das rächte sich dann natürlich, weil später alles ins Rutschen kam. Aber wir waren gewarnt!

Libellule war eine geduldige, unempfindliche, pflegeleichte und freundliche graue provenzalische Eselsdame, die in angenehmem Marschtempo unser Gepäck während sieben Tagen durch den Mercantour-Nationalpark trug. Morgens wurde sie jeweils gestriegelt und bepackt, mit einem Mittel gegen lästige Fliegen und Bremsen eingecremt und dann ging es auch schon los. Klingt einfach, aber die Packerei und das Beladen dauert seine Zeit. Vom Aufstehen, Frühstücken, Esel von der Koppel holen und alles vorbereiten und beladen bis zum Abmarschieren dauerte es normalerweise locker 1.5-2 Std?.

Generell ist es von Vorteil, wenn man die französische Sprache einigermassen beherrscht. Es ergeben sich immer wieder nette Gespräche mit den Gastgebern der Herbergen oder auch unterwegs - wobei wir viel alleine gewandert sind und kaum jemandem begegneten.

Rückblickend waren die ersten beiden Wandertage die anstrengendsten. Einerseits hat dies wohl auch damit zu tun, dass wir uns auch erst an Libellule gewöhnen, d.h. den Umgang mit dem Esel lernen mussten. Sie hat ganz schnell begriffen, wer in unserer Familie strenger mit ihr umgeht und bei wem sie nebenbei am Wegrand die feinen Gräser und Kräuter naschen konnte. Andererseits sind uns die ersten beiden Tage wohl auch deshalb als anstrengend in Erinnerung, weil unsere Lauf-Kondition erst langsam aufgebaut werden musste. Das merkten wir gegen Ende der Woche, als auch steile Stücke aufwärts praktisch kein Problem mehr darstellten und niemand gross ins Schnaufen kam. Die Wanderung wird als geeignet für lauffreudige Kinder ab 6 Jahren beworben - da müssen die Kinder aber wirklich lauffreudig und wandererfahren sein. Unsere Kinder sind 9 und 11 Jahre alt und wir hätten die Wanderung kein Jahr früher machen wollen.

Die Streckenführung und Einteilung der Marschrouten sind sehr gut. Es bleibt immer genug Zeit für eine längere Mittagspause oder sonstigen Pausen - wenn sich denn ein flaches Plätzchen findet, wo auch der Esel gut stehen kann und angebunden seine Ruhe hat. Einige Male waren wir sogar schneller am Ziel, als die Zeit gemäss Plan angegeben war. So konnten wir die Gegend um das neue Gasthaus erkunden, beispielsweise die Tiere auf dem Bauernhof anschauen und füttern, Spiele spielen, Wanderstöcke schnitzen usw. Langweilig war es überraschenderweise nie.

Die Picknick-Tasche, die wir am ersten Tag gut gefüllt mitbekommen haben, durften wir in jedem Gasthof abends abgeben und erhielten sie wieder frisch gefüllt am nächsten Morgen zum Zeitpunkt des Abmarsches. Für Fleischliebhaber sind die Picknicks nicht unbedingt gedacht, waren es doch mehrheitlich eher vegetarische Salate mit Reis, Nudeln usw., ab und zu mal Sandwiches, Käse und Brot, immer Früchte und Riegel, aber auch mal Schokolade, die eingepackt wurden. Abends jedoch gab es sowohl Vorspeisen, Hauptgänge mit reichlich Fleisch und Desserts, dazu einen Krug des Hausweins. Das Abendessen war immer ein Highlight!

Es war schon fast zum Ritual geworden, nach der Ankunft bei der nächsten Gaststätte ein kühles Bier zu trinken - und für die Kinder gab es einen Sirup oder ein Eis. Alle Gasthöfe sind auch per Auto erreichbar (Gepäck kann ja auch per Auto transportiert werden, wenn man keinen Esel dabei hat) und gegen Bezahlung gibt es natürlich alles. Die Gastgeber waren alle ausnahmslos freundlich und auch mal für einen Schwatz aufgelegt - oder haben auch mal selbst mit einem Bier angestossen.

Obwohl man teilweise einige Zeit wandert, ohne andere Menschen zu treffen, muss man sich keine Sorgen machen, dass man mit der Wegbeschreibung oder den Wanderkarten nicht zurechtzukommt oder sich verlaufen könnte. Die Reiseunterlagen sind sehr gut zusammengestellt und die Beschilderung der Wege (gelbe Markierungen an Bäumen, Steinen usw.) sowie die nummerierten Wegpfosten sind ausgezeichnet. Auch die Angaben bezüglich Zeit usw. stimmen mehrheitlich mit der Realität überein. Dass wir auch einmal schneller am Ziel waren hängt wohl damit zusammen, dass unsere Kondition mit jedem Tag besser wurde? Wichtig ist es auf jeden Fall, die Wanderkarten/Beschreibungen in der Hand oder im eigenen Rucksack zu tragen und auch ein Handy in Griffnähe zu haben - falls der Esel mit dem Gepäck mal abhaut?

Die Wanderungen führten durch Wiesen, wo die Gräser und schönsten Blumen hüfthoch standen und man kaum mehr den Weg sah, durch schöne Wälder gemächlich bergauf/bergab, über kleine Bäche und an Wasserfällen vorbei, immer weiter hinauf ins Gebirge, oberhalb der Baumgrenze bis zum Col de la Cayolle und dem Lac d Allos - das war landschaftlich wirklich sehr abwechslungsreich! Erstaunlich war für uns, wie trittsicher sich Esel auf schmalen Wegen und über extrem steiniges Terrain bewegen ? manch einer von uns hätte sich manchmal auch vier Beine gewünscht!

Alles hat wunderbar geklappt und wir wurden pünktlich am siebten Wandertag um 17 Uhr beim Treffpunkt abgeholt. Nicht ohne vorher von Libellule Abschied zu nehmen und sie noch mit ein paar Resten unserer Riegel und Äpfel zu füttern. Die Rückfahrt nach Villeplane nahm ca. eine Stunde in Anspruch. Wir haben dort noch einmal in der Ecogîte übernachtet, was wir jedem empfehlen würden. So lässt sich diese schöne Tour gemütlich ausklingen und man kann am nächsten Tag entspannt die Heimfahrt antreten.

Überlegenswert wäre es allenfalls, eine weitere Familie mit Kindern mitzunehmen, um noch mehr Abwechslung und Unterhaltung zu haben. Wir konnten sie zwar nicht direkt fragen, aber nehmen an, dass es auch für die Esel lustiger wäre, wenn sie zu zweit oder dritt laufen könnten. Dies mussten wir nämlich feststellen, als Libellule beschloss, dass sie der anderen Eselsdame Kaia folgen und mit ihr laufen wolle - und wir ihr scheinbar zu langsam waren. Zu unserem Schreck zog sie alleine von dannen, als wir nicht genug aufpassten und das Führungsseil einmal kurz losliessen? Die zweite Personengruppe, unsere lustigen belgischen Lehrerinnen mit der Eselin Kaia, die auch am selben Tag wie wir gestartet waren, wurden überrascht, als Libellule auf einmal herrenlos bei ihnen aufkreuzte. Aber wir haben dann alle wieder zueinander gefunden und hatten eine weitere Episode zu erzählen?

Würden wir solch speziellen Urlaub noch einmal machen? Auf jeden Fall!

Eselwandern im Parc National du Mercantour

Georg G.
07.08.2016
Die Eselwanderung war schön. Es handelt sich nicht um eine Veranstaltung von Renatour, sondern Renatour ist nur der Vermittler. Der eigentliche Tourveranstalter ist ein kleines Familienunternehmen, das seit 30 Jahren in der Gegend Eselwandertouren organisiert, inzwischen in der zweiten Generation mit ca. 8 sehr sympathischen Familienmitgliedern und 43 Eseln.
(Anmerkung ReNatour: ReNatour ist nicht Vermittler, sondern der verantwortliche Reiseveranstalter. Mit der Durchführung vor Ort ist seit vielen Jahren unser französisches Partnerunternehmen betraut.)

Am ersten Abend trafen wir in Villeplane in der ökologischen Start-Herberge ein, die zu der Veranstaltungsfirma dazugehört. Ordentliches Essen, nette Atmosphäre, einfaches, aber sauberes und freundliches Zimmer.

Am ersten Wandertag gab es erst eine Einweisung, die gut war. Dabei erhält man einen Esel. Unser Esel hieß Lulu. Lulu ist ein toller Esel, ca. 15 Jahre alt, gutmütig und folgt meistens aufs Wort. Esel machen diesen Job ca. 20-25 Jahre, er hat also noch ein paar Jahre vor sich, wir können ihn sehr empfehlen.

Dann ging es los, wir waren mit vier Kindern unterwegs (13, 11, 9, 3 Jahre). Rückblickend war die Reise für das 3-jährige Kind als Wanderreise zu früh. Das 3-jährige Kind hat die Reise überwiegend auf dem Eselrücken absolviert. Das ist offiziell nicht erlaubt, wird aber bei so kleinen Kindern geduldet. Es ist nicht ganz ungefährlich, daher würde ich rückblickend wirklich erst eine Teilnahme ab 6 Jahren empfehlen. Die meisten Familien kommen aus DACH, Benelux und Skandinavien. Man kann zusammen mit anderen Eselfamilien wandern, muss es aber nicht.

Am ersten Wanderabend kamen wir ziemlich erschöpft in Sauze an. Die Wirtin Bernadette und ihr Mann sind extrem nett, das Essen war lecker. Die Unterkunft war sauber und kühl, das war positiv, aber extrem spartanisch. Naja, egal, man schläft ja nur da.

Am zweiten Wandertag ging es von Sauze zur St. Martin d?Entraunes. Die Wanderung war nicht so bergig wie am ersten Tag, aber dafür ziemlich lang. Sehr schöne Landschaft. Am späten Nachmittag kamen wir ziemlich erschöpft in St. Martin an. Übernachtung in einer schön gelegenen kleinen Pension bei Julie. Julie war freundlich. Das Essen war ok, das Zimmer auch hier ziemlich klein und spartanisch, aber ok.

Am dritten Tag ging es von St. Martin zur Auberge des Aiguillees am Col de Champs. Die Wanderung war nicht sehr lang. Wir wurden ziemlich stark von Fliegen umflogen. Die Herberge liegt schön, ist aber ziemlich heruntergekommen, das Essen ist gut. Der Wirt ist ein spezieller Typ. Wer freundlich zu ihm ist, wird ordentlich behandelt. Wer ihm falsch kommt, bekommt seine unangenehm cholerische Seite zu spüren, der Mann hat eine extrem kurze Zündschnur. Ziemlich ungewöhnlich, da bekommt das Motto "Land und Leute kennenlernen" noch mal eine andere Bedeutung. Unser Zimmer war wiederum spartanisch und von Fliegen belagert, vor dem Schlafengehen haben wir in einer gemeinsamen Jagd ca. 150 Fliegen den Garaus gemacht. Unter Komfortaspekten grenzwertig, als gemeinsames Ferienabenteuer belebend.

Am vierten Tag sind wir von der Auberge des Aiguilles nach Entraunes gewandert. Es war eine landschaftlich wunderschöne Tour. Abends kamen wir in einen Regen, es war der erste Regen, bis dahin immer nur Sonne. Wir waren für Regen nicht optimal ausgerüstet. Das würden wir künftigen Familien dringend empfehlen, besser zu machen. Mit Regenjacken, Regenhosen und wasserdichten Wanderschuhen sollte man wirklich gut ausgerüstet sein. Außerdem sollte man guten Mückenschutz mitnehmen, daran hatten wir nicht gedacht. Ggf. auch Moskitonetze für die Nacht. In Entraunes haben wir in einem kleinen Hotel übernachtet. In punkto Komfort war das Hotel zwei Klassen über den beiden vorigen Unterkünften. Der Wirt war noch ok, aber nicht sehr nett. Es gab abends Pizza und die Kinder haben es geliebt.

Am fünften Tag sind wir von Entraunes zur Refuge de la Cantonniere gewandert. Landschaftlich spektakulär. Wir sind allerdings in Starkregen und Gewitter gekommen, das war unangenehm, weil wir wie gesagt nicht optimal ausgerüstet waren. Wir waren froh, als wir um fünf Uhr in der Refuge de la Cantonniere ankamen. Die Refuge ist wie eine Jugendherberge in den Bergen. Die einfache Unterkunft und das einfache Essen wurden wettgemacht durch die wunderschöne Lage und die besonders netten Herbergseltern.

Am sechsten und siebten Tag erwartete uns der wandertechnische Höhepunkt. Den haben wir ausgelassen, weil unsere Sachen nass waren, weiterer Regen drohte und wir nicht unserer Ausrüstung vertraut haben. Außerdem wäre es dort mit unserer 3-jährigen Tochter schwierig geworden. Wir haben daher eine zweite Nacht in der Refuge übernachtet und sind dann einen Tag vorzeitig abgereist.
(Anmerkung ReNatour: Die Wanderung empfehlen wir für lauffreudige, wandererfahrene Kinder ab 6 Jahren.)

Eine wunderbare Auszeit in den Französischen Südalpen

Gudula B.
04.11.2014
Liebes Team von renatour,leider komme ich erst jetzt dazu, über unsere Wanderwoche im August in den Französischen Seealpen zu berichten.Meine Tochter hatte die Eselwanderung auf der Homepage von renatour entdeckt und es brauchte nicht viel, mich dafür zu begeistern. Meine Tochter macht derzeit eine Ausbildung, wir sehen uns nicht so oft und die Aussicht, mit ihr und einem Esel als Begleiter eine gemütliche Wanderwoche zu verbringen, freute mich sehr. Noch dazu in Frankreich, wo ich seit über 30 Jahren nicht mehr gewesen war.Wir buchten also bei renatour und erhielten gleich darauf unsere Reiseunterlagen, die uns am liebsten sofort starten ließen: eine liebevoll zusammen gestellte Mappe mit allen wichtigen Unterlagen und genauen Anreisedetails in verschiedenen Varianten. Auf eine Nachfrage per Mail erhielten wir sofort eine kompetente und freundliche Antwort. Die Anreise war ein wenig spannend, weil wir in einer fremden Stadt den einzigen am Tag fahrenden Bus erreichen mussten, dessen Haltestelle verlegt worden war. Aber aufgrund unserer guten Vorbereitung klappte alles vorzüglich und es ist hierzulande kaum zu glauben, dass eine zweistündige Busfahrt durch ein ansprechendes Tal nur ganze 1,50¤ kosten kann! Wir kamen immer weiter weg von der Ziviisation und landeten wie geplant am Abend in unserer Öko-Gide, an einem recht verwunschenen Ort. Dort wurden wir schon mal auf die französische Esskultur eingestimmt, die uns ohne Enttäuschung die ganze Woche begleiten und erfreuen sollte. Am nächsten Morgen wurden wir zu unserem Maultier gebracht. Nach einer halbstündigen Einführung über den Ablauf der Route in der Woche und einer kurzen Einführung zu unserem Esel „Ravioli“ machten wir uns frohen Mutes auf den Weg. Ravioli war ein junger, relativ großer und auch eher temperamentvoller Esel. Die Wege mit oder ohne Steigung gingen gut vonstatten, allerdings wurde Ravioli immer beim Abwärtsgehen übermütig, versuchte, uns zu überholen oder stupste uns ein wenig, was ihm gut zu gefallen schien, uns aber weniger. Wir versuchten, uns an die Regeln zu halten, dass wir hier die Chefinnen waren und ihn ruhig aber bestimmt zu führen, doch Ravioli merkte bald, wer der Stärkere war. Am ersten Tag waren wir noch ganz guter Dinge, aber es wurde zunehmend anstrengend und als am zweiten Tag gegen Mittag ein schmaler und steiler Weg bergab vor uns lag, und Ravioli bereits mittlerweile nur noch machte, was er wollte, beschloss ich, die Notfallnummer in Anspruch zu nehmen. Wir hatten Glück und die hinter uns wandernde Familie nahm uns Ravioli für dieses steile Stück ab, allerdings auch nicht ohne Anstrengung. Wir machten gemeinsam Siesta und wanderten dann mit Ravioli und der französischen Familie plangemäß zu unserer nächsten Unterkunft. Dort beschlossen wir, wenngleich auch schweren Herzens, uns von Ravioli zu trennen und die Tour ohne Esel fortzusetzen, unser Gepäck wurde sodann per Auto transportiert, was immer gut geklappt hat. Natürlich ist es etwas ganz Besonderes, mit einem Esel zu wandern, und als wir Ravioli alleine auf der Weide zurücklassen mussten, waren wir alle traurig, aber für uns war es ohne den Esel doch leichter und wir genossen den Rest der Woche trotzdem sehr. Besonders zu erwähnen waren jeweils die ganz speziellen Unterkünfte – sehr verschieden und auf ihre Art und Weise einzigartig. Wie zuvor schon berichtet, war das Essen immer vom Feinsten, ebenso war der Proviant jeden Tag aufs Neue eine Überraschung. Die Wanderung selbst war – für uns beide zumindest – genau richtig gewählt vom Schwierigkeitsgrad, es waren anspruchsvolle Etappen dabei wie auch erholsame. Auch die Ausschilderungen waren überwiegend klar und auffindbar, wir haben nur beim Vergleichen mit der französischen Version bemerkt, dass die Übersetzung teilweise vom französischen Text abweichend war. Hier könnte man nochmal drüberschauen. Wir haben einzigartige Orte besucht, wenig Menschen getroffen, diese aber noch gut in Erinnerung. Wir waren den ganzen Tag an der frischen Luft, haben herrliche Ausblicke genossen und sind immer tiefer eingetaucht in die Vielfalt Schönheit der Natur, wir haben unseren Konsum sehr heruntergeschraubt und gemerkt, dass es uns trotzdem an nichts fehlt – kurzum, wir haben eine wunderschöne Woche erlebt. Daran werde sich nachfolgende Urlaube messen lassen müssen.Wir haben zum Schluss noch – wie von renatour empfohlen, eine Nacht in unserem Ursprungs-Gite verbracht, was ein guter Abschluss war, es war fast, wie nachhause kommen.Auch mit den Eselswirten haben wir nochmals gesprochen, das war uns wichtig. Sie hatten uns ursprünglich eine kleine, sehr ruhige und erfahrene Eselin, Cacoon, geben wollen, aber nachdem ich erzählt hatte, dass meine Tochter reitet, und die andere Familie, die mit uns diese Woche gewandert ist, zwei kleinere Kinder hatte, hatten sie sich anders entschlossen. Es ist schade, dass wir nur zwei Tage mit Ravioli hatten, aber alles in allem hatten wir eine wunderschöne unvergessliche Woche, die wir gerne weiterempfehlen können!Gudula Bieber-Reynartz und Jessica Reynartz

Ein tierisches Abenteuer in wunderbarer Landschaft

Simone V.
17.09.2012
"Immer schön standhaft bleiben" ist wohl der wichtigste Rat im Umgang mit den Eseln. Unser Esel war ein guter Läufer v.a. wenn es bergab ging (er stupste uns manchmal von hinten sanft an wenn wir ihm zu langsam waren). Man muss ihn von Anfang an zeigen, wer der Chef ist. Die leckeren Bergkräuter verführten ihn natürlich zu kleinen Naschpausen. Manchmal gaben wir ihm nach um auch kurz Zeit für die Betrachtung der wunderbaren Landschaft zu finden. Besonders gut gefallen hat uns die gute Betreuung, die (bis auf eine Ausnahme in Entraunes immer vorhandene) Gastfreunschaft der Franzosen und das leckere Essen (Vegetarisch hat gut geklappt!). Die Unterkünfte waren einfach aber sauber und gemütlich. Besonders schön war auch die Übernachtung in der Ecogite in Villeplane. Die Wege sind mit ein bißchen Bergerfahrung immer gut gehbar gewesen und keineswegs gefährlich. Französisch solte man allerdings schon sprechen um sich auch gut unterhalten zu können. Insgesamt war es einer unserer schönsten und erholsamsten Urlaube - wir könne die Reise wirklich weiterempfehlen an alle die gerne in touristisch fast unberührter Natur Wandern möchten und Tiere mögen.