{"id":1048,"date":"2018-03-02T15:17:06","date_gmt":"2018-03-02T15:17:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.renatour.de\/blog\/?p=1048"},"modified":"2024-02-08T10:04:44","modified_gmt":"2024-02-08T09:04:44","slug":"tuerkei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.renatour.de\/blog\/tuerkei\/","title":{"rendered":"Der deutsch-t\u00fcrkische Austausch ist und bleibt sehr wichtig."},"content":{"rendered":"<p>Vor 20 Jahren er\u00f6ffnete Brigitte mit ihrem Mann Ferruh ein<a href=\"https:\/\/www.renatour.de\/tuerkei-urlaub\"> kleines Landhotel im S\u00fcdosten der T\u00fcrkei am \u00c4g\u00e4ischen Mee<\/a><a href=\"https:\/\/www.renatour.de\/lykien-hotel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">r<\/a>. Zwei Jahre arbeiteten dort Handwerker, die \u00fcber das Wissen eines fast vergessenen Handwerks verf\u00fcgten, n\u00e4mlich Natursteine zu verbauen, zusammen mit den Dorfbewohnern von Farakya an der Entstehung der ehemaligen Wasserm\u00fchle.<\/p>\n<p>Das Ziel von Brigitte und Ferruh war von Anfang an, <strong>nachhaltige Materialien zu verwenden<\/strong> \u2013 sowohl im Au\u00dfenbereich als auch bei der Einrichtung, <strong>sorgsam mit der Umwelt umzugehen, die Dorfbewohner einzubinden, einen deutsch-t\u00fcrkischen Austausch zu pflegen<\/strong> und den G\u00e4sten frische, regionale t\u00fcrkische Speisen zu servieren.<\/p>\n<p>Das ist gelungen.<!--more--><\/p>\n<p>Jetzt wollte sich Brigitte zur\u00fcckziehen, aber die aktuelle Lage l\u00e4sst es noch nicht zu. Sie f\u00fchlt sich dem Ort und den Menschen verbunden und m\u00f6chte in den schwierigen Zeiten in der T\u00fcrkei nicht einfach ihr Lebenswerk hinter sich lassen.<\/p>\n<p><strong>Brigitte, herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum 20j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um. Welche Gedanken kommen dir, wenn du die Zeit Revue passieren l\u00e4sst?<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Ich f\u00fchle in erster Linie Dankbarkeit. Dass wir und die Dorfbewohner in Frieden und in einer intakten Umwelt leben k\u00f6nnen. Bevor wir das Hotel bauten, gab es in diesem Dorf nichts au\u00dfer Ziegen und Schafe.<\/p>\n<p>Die \u00f6konomische Lage der 150 Dorfbewohner hat sich in den Jahren verbessert. Es sind ja nicht nur die Angestellten mit ihrem regelm\u00e4\u00dfigen Gehalt, die vom Hotel und den G\u00e4sten profitieren, sondern auch H\u00e4ndler, die uns beliefern, Taxifahrer oder der ans\u00e4ssige Supermarkt.<\/p>\n<p>Ich denke, wir konnten etwas Positives f\u00fcr die ganze Dorfgemeinschaft bewirken.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite freut es mich auch sehr, wenn ich unsere G\u00e4ste beobachte. Sie kommen gestresst aus ihrem Alltag an und nach zwei, drei Tagen werden sie entspannter und gelassener, laufen langsamer zum Buffet und lachen mehr. Sie sehen dann gleich viel h\u00fcbscher aus.<\/p>\n<p><strong>Die vergangenen zwei Jahre waren schwierig. Die politische Situation in der T\u00fcrkei f\u00fchrte dazu, dass die meisten Urlauber der T\u00fcrkei den R\u00fccken kehrten, sich f\u00fcr andere Reiseziele entschieden. Wie ist es euch ergangen?<\/strong><\/p>\n<p>Unsere G\u00e4ste reagieren nat\u00fcrlich sehr sensibel auf die politische Situation. Das Hotel war in dieser Zeit nur zu 25 Prozent ausgelastet und unsere Stammg\u00e4ste und einige Ersparnisse haben uns \u00fcber Wasser gehalten.<\/p>\n<p><strong>Wie haben die Stammg\u00e4ste den Aufenthalt erlebt?<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Sie reisten mit gemischten Gef\u00fchlen hier an, weil sie sich in Deutschland schon kaum trauten zu sagen, dass sie in die T\u00fcrkei reisen w\u00fcrden. Aber als sie hier ankamen, stellten sie erleichtert fest, dass sich gar nichts ver\u00e4ndert hat und es wie immer ist.<strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Du hast von Angang an deine Besch\u00e4ftigen aus dem Dorf gew\u00e4hlt. Wie geht es den Menschen vor Ort?<\/strong><br \/>\nDie Dorfbewohner leiden keine Not. Es ist hier nicht so wie in den gro\u00dfen Tourismuszentren, die zum Teil geschlossen wurden. Unsere Leute k\u00f6nnen sich auch selbst versorgen, sie haben einen Garten und nach wie vor ihre Ziegen und Schafe. Eng wird bei manchen beispielsweise die Finanzierung der Schulbildung ihrer Kinder.<\/p>\n<p>Das ist ja auch der gro\u00dfe Vorteil des nachhaltigen Tourismus, der \u00fcbrigens seit einigen Jahren intensiv von der \u00f6rtlichen Regierung unterst\u00fctzt wird. Wir haben jetzt M\u00fclltrennung, es gibt eine Kleidersammlung und die Wanderwege werden weiter gepflegt und ausgebaut.<\/p>\n<p><strong>Dein urspr\u00fcnglicher Plan war, dass du dich jetzt zur\u00fcckziehst. Du hast dich anders entschieden, warum?<\/strong><br \/>\nIch habe hier meinen Lebenstraum verwirklicht. Mir ist es sehr wichtig, dass es weitergeht mit diesem Projekt. Ich bin jetzt 70 Jahre, habe aber noch Kraft und Gesundheit, mich weiterhin hier einzubringen. Ich glaube daran, dass es dem Land wieder besser gehen wird. Tourismus ist ja auch ein Austausch, den wir in diesen Zeiten besonders brauchen. Es lohnt sich das Land zu bereisen. G\u00e4ste lernen die t\u00fcrkische Kultur kennen und die T\u00fcrken die deutsche Kultur. Beide k\u00f6nnen voneinander lernen und sich weiterentwickeln.<\/p>\n<p><strong>\u201eIch\u00a0 m\u00f6chte Roland und dem ganzen ReNatour-Team\u00a0 herzlich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t danken; <\/strong>\u00a0<strong>sie hat uns\u00a0 dabei geholfen, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen &#8211; (was sonst&#8230;.)\u201c<\/strong><\/p>\n<p><i>Brigitte freut sich mit allen Menschen in Faralya und Umgebung \u00fcber G\u00e4ste, die die unber\u00fchrte Natur und die paradiesische Ruhe genie\u00dfen m\u00f6chten. Anl\u00e4sslich des 20-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums\u00a0gew\u00e4hren wir 10 Prozent Rabatt. <\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.renatour.de\/tuerkei-urlaub\"><em>https:\/\/www.renatour.de\/tuerkei-urlaub<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 20 Jahren er\u00f6ffnete Brigitte mit ihrem Mann Ferruh ein kleines Landhotel im S\u00fcdosten der T\u00fcrkei am \u00c4g\u00e4ischen Meer. Zwei Jahre arbeiteten dort Handwerker, die \u00fcber das Wissen eines fast vergessenen Handwerks verf\u00fcgten, n\u00e4mlich Natursteine zu verbauen, zusammen mit den Dorfbewohnern von Farakya an der Entstehung der ehemaligen Wasserm\u00fchle. 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