Den ganzen Tag draußen sein

17.02.2016
Unsere Jugendbetreuerin Marie
Jugendprogramm mit Marie Weikhard

Marie Weikhard ist keine Unbekannte im Honigtal. Sie arbeitete im Sommer 2011 und 2012 im Kinder- und Jugendprogramm und brachte 2013 ihr handwerkliches Geschick beim Umbau des jetzigen Standorts ein. Wir sind sehr glücklich, dass wir Marie erneut auf Korfu begrüßen dürfen. Die studierte Ethnologin wird in der neuen Saison das Jugendprogramm übernehmen und sicher auch hin und wieder zu Nagel und Hammer greifen.

 

Ein Gespräch mit unserer Jugendbetreuerin Marie

Marie, was erwartet die Jugendlichen, die dich im Sommer 2016 antreffen?

Jede Gruppe setzt sich unterschiedlich zusammen und ich werde das Ferien-Programm gemeinsam mit den jungen Erwachsenen gestalten. Sie können sich sehr stark einbringen, wenn sie das möchten. In dieser schönen Natur und Umgebung kann ich ein sehr breites Angebot bieten – vom Orientierungslauf auf der Insel, über Wikinger-Schach, Slackline, Abenteuerspiele, Tretbootfahren, Kompasslauf, Tischtennis, Schnitzeljagd, Lagerfeuer am Strand, Volleyballspiel bis zu Schmuckbasteln aus verschiedenen Naturmaterialien. Ein großes Steckenpferd von mir ist auch Impro-Theater.

Glaubst du, du kannst die Jugendlichen von ihren elektronischen Geräten weglocken?

Meine Erfahrung ist, dass sehr viele Jugendliche große Lust haben, etwas selbst zu machen. Im Alltag haben die SchülerInnen oft nicht die Möglichkeit, Abenteuer und Freiheit zu erleben. Das können sie hier in den Ferien. Ich arbeite sehr gerne mit Jugendlichen, ihnen muss man auf anderer Ebene begegnen als Kindern. Die Jugendlichen erfahren meist selbst, dass die aktive Zeit interessanter ist als das virtuelle Spiel. Außerdem gibt es auf dem Gelände nicht überall WLan (lacht).

Du hast – außerhalb von ReNatour – Erfahrung mit Jugendarbeit?

Nach meinem Studium habe ich in einem sozialen Verein in Freiburg angefangen, der Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund begleitet. Dort bin ich noch immer. Und meine 13jährige Pfadfinder-Erfahrung hat mich stark geprägt. Dort habe ich bereits Gruppen geleitet. Ich erinnere mich an eine glückliche Zeit, war ganz viel draußen und konnte basteln und bauen und fühlte mich frei. Das war wohl meine Wurzel zur Naturpädagogik.

Apropos bauen. Du bist bekannt dafür, dass du großes handwerkliches Geschick hast. Woher kommt das?

Nicht zuletzt von den Pfadfindern. Dort habe ich ein technisches Grundverständnis erworben. Wenn irgendjemand in meiner Umgebung „gehandwerkelt“ hat, war ich dabei. Es macht mir einfach Spaß, mich mit den Händen zu betätigen und ich zeige keinerlei Berührungsängste in Sachen Anpacken.

Wie bist du zu ReNatour gekommen?

ReNatour-Mitarbeiterin Sabrina ist eine Kommilitonin von mir. Über sie bin ich zu ReNatour gekommen. Allerdings würde ich niemals bei einem klassischen Urlaubsveranstalter als Animateurin oder ähnliches arbeiten. Ich achte natürlich auch auf gesunde, biologische Kost, Müllervermeidung und Umwelt. Man würde mich als klassischen „Öko“ bezeichnen. (lacht).

Ab 16. April lebst du auf Korfu. Freust du dich?

Oh, unheimlich. Ich finde die Insel und die Bucht wunderschön. Wenn ich aufwache, und mit der Kaffeetasse den Sonnenaufgang erleben darf, genieße ich das sehr. Und das Größte für mich: Einfach den ganzen Tag draußen sein.

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